Leserbriefe

Das Erbe K.?H. Türks mehr wertschätzen

27.06.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Olaf Daecke, Wolfschlugen. Zum Artikel „Miete zehrt Vereinsvermögen auf“ vom 20. Mai. Die Persönlichkeit K. H. Türk gehört zu Nürtingen wie mittlerweile Peter Härtling. – Mehr noch! Er hat die Kunstschule in Nürtingen aus einem freiheitlichen Impuls heraus gegründet, den es damals in Deutschland so noch nicht gab. Darauf sollte Nürtingen stolz sein. Er hat sie nicht nur gegründet, sondern die ihm zur Verfügung gestellten Gebäude mit eigener Hände Arbeit und aus einem pädagogischen Impuls heraus mit seinen Studenten umgebaut. Aus dieser Einrichtung entstand 1987 die Hochschule für Kunsttherapie. Beide Einrichtungen waren und sind immer noch Anziehungspunkt für viele junge Menschen aus nah und fern, die hier studieren wollen.

Mehr noch! K. H. Türk war und ist über Nürtingens Grenzen hinaus durch seine künstlerische Vielfalt, die in seinen Werken zum Ausdruck kommt, bis in weit entfernte Orte bekannt. Das wurde bei der Gedächtnisausstellung „Sakrale Kunst“ im Forum Türk, die kürzlich zu Ende gegangen ist, wieder sehr deutlich. Die Bilderseite in der Nürtinger Zeitung gab ein lebendiges und anschauliches Zeugnis davon ab. Das Forum Türk konnte sich bei dieser Ausstellung, welche von mehreren begleitenden Veranstaltungen, die das Werk von K. H. Türk würdigten, wie auch bei vielen anderen Ausstellungen eines großen Besucherstroms erfreuen. Um diese Ausstellungen zeigen zu können, findet ein beachtenswertes ehrenamtliches Engagement etlicher Persönlichkeiten, die das Forum Türk tragen, statt.

Mehr Anerkennung und Würdigung dieser Arbeit wäre allerdings wünschenswert, auch in finanzieller Hinsicht. Das Forum verfolgt keine kommerziellen Ziele. K. H. Türk hat für Nürtingen viel getan. Man kann nicht die erwähnten Einrichtungen anerkennen, ohne gleichzeitig an ihren Gründer zu denken. Nun kann man aber den Eindruck haben, dass dieser Zusammenhang eher vergessen werden soll, wenn es darum geht, dem Forum Türk mit einer angemessenen finanziellen Unterstützung unter die Arme zu greifen. Das Forum Türk hat sich zur Aufgabe gemacht, das Erbe und das Lebenswerk des Künstlers der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und lebendig zu erhalten. Auch wenn das Forum Türk sich nicht in städtischen Räumlichkeiten befindet, sollte die Stadtverwaltung und der Gemeinderat doch, ohne formaljuristische Hemmschuhe in den Weg zu legen, sich rasch zu einer angemessenen finanziellen Unterstützung, zum Beispiel zu einer Beteiligung bei den Mietkosten, entschließen – möglichst bald, bevor es zu spät sein könnte.

Zur Erinnerung: 1997 wurde K. H. Türk bei einer Ehrung in Braunschweig der „Kulturpreis Schlesien“ des Landes Niedersachsen, den dieses Bundesland alljährlich vergibt, verliehen.

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