Leserbriefe

Bundeswehr an Schulen

01.03.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Carl-Heinz Barner, Nürtingen. Zum Leserbrief „Meinungsverschiedenheit an Schulen zulassen“ vom 20. Februar. „Kritikfähigkeit kann aber nur entstehen, wenn auch Meinungsfreiheit zugelassen wird“, sagt Herr Kienzle. Warum gab es dann von 1983 bis 2004 eine vom Kultusministerium erlassene Verwaltungsvorschrift, die Vertretern von Kriegsdienstverweigerungs-Organisationen verbot, in der Schule ihre Sicht der Dinge darzustellen (auf militärdeutsch „Feigheit vor dem Feind“)? Ist das unter Meinungsfreiheit zu verstehen, oder wollte man der Auseinandersetzung mit anderen Meinungen ausweichen, indem man versuchte, sie totzuschweigen?

Die Aussage „Wer Schule kennt, weiß, dass eine Lastigkeit zugunsten der Bundeswehr kaum besteht“ kann zumindest für diesen Zeitraum nicht gelten. Dass es der Propagandaabteilung der Bundeswehr dabei auch um die Gewinnung von Nachwuchs für Auslandseinsätze geht, ist nicht schon deswegen falsch, weil es von einer opportunistisch „gewandelten“ Partei als falsch bezeichnet wird. Dies gilt besonders, wenn diese Partei selbst Kriege mit organisiert hat (man erinnert sich an den Einsatz von Frau Eid für eine deutsche Beteiligung am Kosovo-Krieg hier in der Nürtinger Stadthalle) und ihre schillernden Funktionäre, wie eben Eid, Kretschmann, Trittin – und wie sie alle heißen – sehr schnell gemerkt haben, dass es sich im wahrsten Sinn des Wortes lohnt, die Rolle als linksradikaler Schreihals zugunsten des gut(en), (ver)dienenden Bürgers zu wechseln.

Wenn bestimmte Pädagogen Vertreter der Bundeswehr in die Schule einladen und den Kriegsdienst als „Arbeitsmöglichkeit“ anbieten lassen, ist dies besonders verlogen und zynisch, weil genau diese Pädagogen (zumindest die übergroße Mehrheit davon) diesen lebensgefährlichen „Beruf“ niemals ihren eigenen Kindern (in die sie emotional und finanziell investiert haben) empfehlen würden.

Leserbriefe

Gar kein großartiges Bahnprojekt

Klaus-Dieter Tempel, NT-Neckarhausen. Zum Artikel „Nach Wandas Taufe beginnt die Arbeit“, vom 7. Oktober. Mit großer Begeisterung der regionalen Prominenz wurden am Albvorlandtunnel die Bohrmaschinen getauft. Die Wendlinger Geistlichkeit beider großen Konfessionen hat sich für diesen Missbrauch…

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