Leserbriefe

Bürgerwille fand keine Beachtung

10.09.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Klaus-Dieter  Tempel,  Nürtingen-Neckarhausen. Zum Artikel „Das letzte Stündlein des Laiblinstegs“ vom 2. September. Die Bildunterschrift hat diese traurige Tatsache ergänzt mit den Worten: „Der Abriss . . . ist seit gestern unumkehrbar“. Persönlich habe ich den Steg nie gebraucht auf Grund meiner Wohnlage. Doch ich brauche ganz persönlich so wie die gesamte Einwohnerschaft eine Stadtverwaltung und einen Gemeinderat, der die Bedürfnisse seiner Bürgerinnen und Bürger ernst nimmt und deshalb versucht, bei anstehenden Maßnahmen Lösungen zu finden, die den Bedürfnissen der Einwohnerschaft entsprechen. Wenn der Wille dazu da ist, lassen sich meist oder sogar immer Kompromisse finden, die beiden Seiten gerecht werden. Verwaltung und Gemeinderat vergessen ab und zu, dass sie den Auftrag haben, die Interessen der Einwohnerinnen und Einwohner zu vertreten.

Für den Erhalt des Laiblinstegs lagen circa 1000 Unterschriften vor. Wie kann man einfach darüber hinweggehen, ohne neu zu beraten? Das ist nicht der einzige Fall. Ich nenne nur die Stichworte Nanzwiese, Großer Forst, Wörthbebauung, Autmutbrücke Neckarhausen, Hochspannungsleitung über dem Roßdorf und der Braike, Stadthallenvorplatz in der Ära Bachofer. Ich bin überzeugt davon, dass es weitere Beispiele gibt. Kürzlich wurde in einer Leserzuschrift der Abriss des Neuen Baus im Jahr 1974 erwähnt und bedauert. Sicher hat es auch damals viele Stimmen für den Erhalt gegeben.

Und was wäre aus dem Hölderlinhaus geworden ohne den Widerspruch etlicher Bürgerinnen und Bürger? Nur mit Wehmut ist es für mich möglich, vor dem hässlichen Bau der Volksbank zu stehen und dabei das Bild des Steinernen Baus vor mir zu haben, innerlich und auch tatsächlich. Die Bürgerfreundlichkeit muss mehr sein als ein ab und zu gern gebrauchtes Wort, um sich selbst zu loben.

Leserbriefe

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