Leserbriefe

Bürgermeisterwahl – hart aber fair?

30.01.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Karl Hummel, Frickenhausen-Linsenhofen. Zum Leserbrief „Alles nur die Schuld des Bürgermeisters?“ vom 19. Januar. Als dreiundzwanzig Jahre dem Gemeinderat angehöriger Bürger, und das in viel schwierigeren Zeiten wie heute, können solche Unterstellungen nicht unwidersprochen hingenommen werden. Diese Aussagen erinnern mich an die (Wahl)-Rede von Bürgermeister Kuhn beim adventlichen Nachmittag der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger in Linsenhofen. Auch dabei entstand der Eindruck, dass erst in seiner Amtszeit Frickenhausen aus dem Dornröschenschlaf erweckt worden wäre.

In einem Punkt hat Herr Glaser recht. Alles aufzuzählen, was bereits vorher vollzogen, geplant und vorbereitet war, würde der Kürze die Würze nehmen. Warum Bürgermeister a.D. Dieter Schütz vorübergehend nicht vor Ort war, hat einen sehr traurigen Hintergrund. Herr Glaser wäre gut beraten, wenn er sich kundig machen würde, bevor er die Wahlstrategie von BM Kuhn bei der letzten Wahl wiederholt hätte (Bahnübergang und Wohnsitz des Bürgermeisters). Ministerpräsident Teufel hat in den vierzehn Jahren seiner Amtszeit nie in Stuttgart gewohnt. War er deshalb ein schlechter Ministerpräsident?

Ob der Hallenverweis richtig oder falsch war, bleibt jedem selbst überlassen. Ich halte ihn für falsch, weil die Begründung (volle Halle und nur Frickenhäuser) so nicht gestimmt hat. Denn wie kam Herr Fischer aus Stuttgart in die Halle und wer hat ihm seinen Button besorgt (Leserbrief)? Wenn die Frickenhäuser wieder einmal allein sein wollen, müssen sie die Ausweise am Eingang kontrollieren. Hätte Bürgermeister Kuhn die Blessings ohne Aufsehen passieren lassen und sie wären genauso wieder gegangen, hätten die meisten Anwesenden ihre Teilnahme nicht wahrgenommen. Ich vermute, dass ihm der Rausschmiss mehr geschadet als genutzt hat.

Eine andere Feststellung beschäftigt mich viel mehr. Warum die optisch vom Bürgermeister links sitzenden Räte, die vor acht Jahren einen anderen Bürgermeister wollten, mehr Probleme haben wie die rechte Seite, die mehrheitlich mit dem alten Bürgermeister zufrieden waren. Das muss doch einen Grund haben. Ist es die Amtsführung des Bürgermeisters?

Die Wähler können nun entscheiden, ob sie einen Bürgermeister für acht Jahre wählen mit einem gewissen Risiko der Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat oder den 32-jährigen Mitbewerber, der laut seiner Aussage das Ziel hat als Lebensaufgabe Bürgermeister von Frickenhausen zu sein. Bei umfangreichen Bauvorhaben wie Ortskernsanierung Frickenhausen oder Ganterareal Tischardt könnte seine Ausbildung unter anderem im Bauwesen von Vorteil sein. Ich hoffe nur, wie die Wahl auch entschieden wird, dass die Grundregeln der Demokratie gelten und wir uns nach wie vor mit einem freundlichen Grüß Gott oder Guten Tag begrüßen.

Leserbriefe

Gambia ist kein sicheres Herkunftsland

Sem Schade, Wendlingen. Zum Leserbrief „Einwanderer aus Afrika und Migrationspaket“ vom 6. Dezember. Herr Hummel hat das Gefühl, angelogen zu werden und ich würde hierfür gerne ein paar Anstöße setzen, da ich mich intensiv mit der politischen Lage in Gambia auseinandergesetzt habe.

Gambia…

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