Leserbriefe

Bürgerfragestunde für Anliegen nutzen

21.02.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Karin Bauer, Großbettlingen. Zum Leserbrief „Großbettlingen und Verkehrsberuhigung“ vom 19. Februar. Würde Herr Decker zu den Gemeinderatssitzungen gehen oder sich mehr am öffentlichen Leben in Großbettlingen beteiligen, wüsste er, dass ich immer noch dem Ratsgremium angehöre und nicht gehörte. In dem persönlichen Gespräch mit Herrn Decker konnte ich mich davon überzeugen, dass nur eine Meinung zählt. Die von Herrn Decker. Nach diesem Gespräch habe ich mich mit einigen Anliegern der Albstraße unterhalten, der Tenor war, dass sich die meisten an die Verkehrsregeln halten würden und wegen der parkenden Autos sowieso nicht schnell gefahren werden könne. Tempo 30 wurde von niemandem zur Sprache gebracht.

Ich wohne seit 1961, also seit ich denken kann, an der Karpatenstraße in unmittelbarer Nähe zur Albstraße. Ebenso gehe ich seit Jahren täglich mit unserem Hund entlang der Albstraße in den Wald. Somit kann ich mir sehr wohl ein Bild von den Gegebenheiten machen und von wenig Sachkenntnis meinerseits kann nicht die Rede sein. An die Umgehungsstraße, die Herr Decker von der Landkarte kennt, war damals noch nicht zu denken und auch heute wird die Albstraße von vielen, die aus Richtung Grafenberg kommen, als Abkürzung in Richtung Bempflingen genommen. Herr Decker müsste nur mal auf die Reutlinger Kennzeichen achten.

Da ich sowohl in Zizishausen als auch in Unterensingen Verwandtschaft habe, ist mir das Tempo 30 dort bekannt, mir ist aber auch bekannt, dass nicht alle über Tempo 30 an den Durchgangsstraßen glücklich sind, da der Verkehrsfluss behindert wird. Siehe auch Neckarhausen und Reudern (hier Bundesstraßen). Herr Decker schätzt den Einfluss der Gemeinde auf verkehrstechnische Maßnahmen sehr hoch ein. Ein beantragter Zebrastreifen an der Albstraße, zur sicheren Überquerung für Schüler und Bürger, wurde in der Vergangenheit durch die Verkehrsschau auch abgelehnt, obwohl die Gemeinde es für dringlich ansieht, einen sicheren Schulweg zu garantieren. Man muss deshalb schon sehr von sich überzeugt sein, wenn man davon ausgeht, dass ein Halteverbot extra wegen einem eingerichtet wird, nur weil man sich kritisch geäußert hat. Da hätte die Gemeinde sicher viel zu tun.

Die Einrichtung der Karpatenstraße zur verkehrsberuhigten Zone war überflüssig, da die kurze Straße nur von Anliegern benutzt wird und Begegnungsverkehr nicht möglich ist. Ich halte die öffentliche Diskussion via Leserbrief für beendet und lade Herrn Decker zur öffentlichen Gemeinderatssitzung ein, in der er seine Anliegen in der Bürgerfragestunde einbringen kann.

Leserbriefe

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Kai Hansen, Nürtingen. Zum Artikel „EU droht Milliardenklage wegen Pflanzenschutzmittels“ vom 11. November. Der Journalist Markus Grabitz gewährt dem weltgrößten Glyphosat-Hersteller Monsanto auf Seite eins der Wochenendausgabe der Nürtinger Zeitung eine prominente Bühne und betreibt zudem deren…

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