Leserbriefe

Brückenpflege – Stella Care ist unersetzlich

17.06.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Rosemarie Körner, NT-Oberensingen. Zum Artikel „Rat und Tat für Krebspatienten“ vom 6. Juni. Danke für den aufschlussreichen Artikel über diese Helferinnen bei Krebsdiagnose. Als ich sie bekam, zusammen mit dem Hinweis auf die Brückenpflege, war mir noch nicht klar, wie wichtig diese Brückenpflege für mich werden sollte. Im Krankenhaus hat man ja einige Ansprechpartner, aber ist man dann zu Hause, kommt keine Nachtschwester vorbei, kein Stationsarzt macht Visite und auch der Hausarzt kann nicht ständig ans Telefon kommen. Für mich war der einzige Lichtblick während der Chemotherapien, dass ich die Nummer der Brückenpflege anrufen kann, wenn es nicht mehr auszuhalten war. Und das war nachts um 1 Uhr, um 3 Uhr oder um 5 Uhr, ganz egal – am anderen Ende war eine freundliche Stimme, die mir sagte, was ich zur Erleichterung der Schmerzen, der Übelkeit tun könnte. Einmal kam sogar eine Schwester zu mir in die Wohnung, fotografierte meinen verletzten Fuß und zeigte dann das Foto im Krankenhaus dem Arzt, der entscheiden sollte, ob ich damit in die Notaufnahme kommen musste oder nicht.

Und nun ist wieder einmal das Geld der Punkt, der die Entscheidungen maßgeblich beeinflusst. Kann diese Einrichtung finanziert werden, soll sie wegfallen, wohin könnten sich die Patienten dann wenden? Es ist traurig, wofür Geld ausgegeben wird, ganz ohne Nachfrage: Unser Klinikum hat einen neuen Namen bekommen und jedes Namensschild, jede Türe, das Briefpapier und die Homepage musste neu beschriftet werden und für alles war Geld da. Aber eine Institution, die Kosten in unbestimmbarer Höhe einfach durch ihr „Da sein“ vermeidet, die soll „eingespart“ werden. Da würde nichts eingespart, denn die Kranken müssten dann Ärzte, Notdienste und das Krankenhaus in Anspruch nehmen und das wäre dann erst richtig teuer.

Diese Kosten würden aber die Krankenkassen den Kliniken erstatten und dann käme die Bilanz für die Kliniken ganz positiv heraus. Ist das ein Gedanke dahinter? Sollen Krankenhäuser nur noch Profit-Center sein?

Ich bitte alle, die Leistungen der Brückenpflege in Anspruch genommen haben, die Vorgänge genau im Auge zu behalten, vielleicht mal ein Kärtchen an die Schwestern zu schreiben, auf dem die Hoffnung zum Ausdruck gebracht wir, dass die Brückenpflege weiterbestehen bleibt. Oder auch einen freundlichen Brief an die eigene Krankenkasse schicken, um Information über die mögliche Entscheidung zu erhalten.

Leserbriefe

Friedens-Nobelpreis gegen Atombomben

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Der Appell“ vom 7. Oktober. Es kommt selten vor, dass ein Kommentar von Wolfgang Molitor in der Nürtinger Zeitung Zustimmung finden kann, aber diesmal hat er mit Recht den Friedensnobelpreis gelobt, den die „Internationale Kampagne zur Abschaffung von…

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