Leserbriefe

Brauchen keinen Genmais

15.07.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Udomar Rall, Nürtingen. Zum Artikel „Warum die Menschheit genveränderten Mais braucht“ vom 12. Juli. Beim Lesen des Artikels musste ich mir die Augen reiben: Ist das nun eine Werbeanzeige der Agrochemieindustrie oder soll das womöglich ein redaktioneller Artikel sein? Dass Herr Schier aus der Chemiebranche kommt und seine Denkweise entsprechend geprägt wurde, ist ja bekannt.

Bei Diskussionen mit Fachleuten war Herr Schier völlig hilflos und unwissend angesichts sachlich fundierter Argumente gegen die von ihm gepriesene Gentechnik. Hat Herr Molitor eigentlich eine Ahnung, was bisher in seiner Zeitung über das Thema Gentechnik und verwandte Themen erschienen ist? Entweder hat er keine oder er blendet bewusst das ganze Spektrum an Tatsachen und Erfahrungen aus, die gegen die grüne Gentechnik sprechen. Oder hat er die Absicht, einem kompetenten Wissenschaftler der Gegenseite mit gleicher Platzierung, Aufmachung und entsprechender Wortwahl die Möglichkeit zu geben, die Leser zu informieren?

Die Behauptung, die Welt brauche genveränderten Mais, ist so falsch wie die historische Lüge über Massenvernichtungsmittel im Irak. Und die Chemieindustrie ist mit ihrer Lüge in einen Feldzug gegen die Freiheit der Bauern, gegen die Artenvielfalt und gegen die Natur gezogen. Dass die Grünen damit nicht einverstanden sein können, ist wohl klar. Den Politikern fehlende Unterstützung vorzuwerfen, ist ein Witz. Sowohl Volksvertreter und Regierungsmitglieder der CDU als auch von SPD und FDP hatten es für nötig gehalten, „den Widerstand gegen die Gentechnik“ zu brechen, und entsprechend Werbung gemacht. Schließlich werden unsere Politiker von der Industrie gekonnt mit Informationen versorgt. Ich klatsche mit Herrn Kretschmann für den Erfolg der Feldbesetzung und gegen eine verantwortungslose Form von Forschung im Interesse einer Chemieindustrie, die Mensch und Natur für Profit missbraucht und in deren Wirkungsbereich mafiaähnliche Methoden eingesetzt werden.

Leserbriefe

Hochwasserschutz in Neckartailfingen

Sebastian Kurz, Neckartailfingen. Zum Artikel „Mit höheren Einnahmen Schulden getilgt“ vom 4. Oktober. Dem Artikel habe ich entnommen, dass der Gemeinderat zum wiederholten Mal den mangelnden Hochwasserschutz in der Gemeinde Neckartailfingen kritisiert und die Verwaltung zum Handeln aufgefordert…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe