Leserbriefe

Blühflächen sollten länger Bestand haben

06.04.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Heinz Michels, Wolfschlugen. Zum Artikel „Mehr Geld für blühende Äcker“ vom 26. März. Der Artikel vermittelt nachvollziehbar den drastischen Rückgang der Arten in der Agrarlandschaft am Beispiel des Rebhuhns. Bei all den vielen Untersuchungen zu diesem Thema ist eins immer bestätigt worden, dass neben Fuchs, Greifvogel, Hund und Mensch die intensive Landwirtschaft den Hauptgrund für den Niedergang darstellt. Dass in Wolfschlugen in den letzten Jahren der Anbau von Energie-Mais sehr dominant ist, kann im Sommer jeder Spaziergänger oder Radfahrer durch die eingeschränkte Sicht erfahren. Deshalb ist der Ansatz nur folgerichtig, mit Hilfe der noch verbliebenen Landwirte, in geeigneten Lagen der Feldflur wieder Blühflächen zu etablieren, die von den Tieren zum Brüten und zur Nahrungssuche genutzt werden können.

Wenn man sich jetzt aber im zeitigen Frühjahr um Wolfschlugen herum die Agrarflächen anschaut, so sieht man fast nur noch eine strukturlose ausgeräumte Landschaft. Jetzt wo die Rebhühner geeignete Flächen zum Brüten und zur Nahrungssuche benötigen, ist von den Blühflächen wenig zu sehen. Viele sind wieder gemulcht oder untergeackert worden. Die auf dem Bild zum Artikel zu sehende Blühfläche beispielsweise war flächenmäßig die größte, hatte aber keine zwei Jahre Bestand und wurde dann wieder in ein Maisacker umgewandelt. Wenn es dann weiter heißt, dass die Brutpaare auf Wolfschlüger Gemarkung von einem auf zwei gesteigert werden konnten, so kann ich dies nicht bestätigen. Ich bin über das ganze Jahr häufig draußen und habe schon seit mehreren Jahren bei uns kein Rebhuhn mehr gesehen oder gehört.

Bei der Begehung der geeigneten Flächen in Wolfschlugen durch „Mitglieder der Allianz für Niederwild“ am 13. März, zu der ich auch gehöre, konnte kein Rebhuhn festgestellt werden. Nur in Teilen von Filderstadt und Ostfildern konnten Restpopulationen der Feldhühner bestätigt werden. Wenn es heißt: „Wolfschlugen ist die Nummer 1 im Ländle“ bei diesem Thema, so kann es sich also nur um die Vergabe von Geldern an die Landwirte für die Flächen oder die pauschale Vergabe von Ökopunkten an die Gemeinde handeln. Die mit Steuergeldern subventionierten Blühflächen in geeigneten Lagen müssen unbedingt dauerhaft oder sehr langfristig (mindestens fünf Jahre) gesichert werden. Außerdem sollte die Gemeinde einen kompetenten Mitarbeiter hierzu benennen, der für dieses Projekt zuständig und ansprechbar ist.

Leserbriefe

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Hartmut Schewe, Aichtal-Neuenhaus. Zu den Artikeln „USA drohen Richtern mit Einreisesperren“ und „Bundeswehr in Syrien“ vom 11. September. Dass Richter und Strafverfolgungsbehörden von Drogenkartellen, Mafiosi und in Bananenrepubliken bedroht werden, ist nichts Neues. Völlig neu ist jedoch…

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