Leserbriefe

Biogas und die Energiekosten

07.03.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Stefan Rajic, Nürtingen. Zum Artikel „Kampf für den Klimaschutz“ vom 28. Februar. Erstaunlich, wie selbst „Klimaschutzexperten“ einer geplanten Biogasanlage im „Großbettlinger Gatter“ Eigenschaften bescheinigen, die sie niemals haben wird. Um es klarzustellen: Die Gasausbeute reicht gerade, um 800 Haushalte mit Gas zu versorgen und nicht, wie berichtet, den Gasverbrauch für ganz Nürtingen zu decken. Die Energieträger, „Nahrungsreste“ und „abgelaufene Lebensmittel“, werden aus fast ganz Baden-Württemberg (Radius 150 Kilometer) und nicht nur aus der Nähe von Stuttgart eingesammelt. Bevor dann vorschnell die Absolution in Sachen Klimaschutz erteilt wird, sollte jedem klar sein, dass solche Anlagen im laufenden Betrieb circa 40 Tonnen pro Tag beziehungsweise 14 600 Tonnen jährlich an CO2 produzieren. Ganz zu schweigen von dem Gestank und zusätzlichen Emissionen wie Formaldehyd, Ammoniak, Schwefelwasserstoff, Schwefeldioxid et cetera, was sich auf die betroffenen Ortsteile und die Nachbargemeinde auswirken wird. Sieht so Klima- und Umweltschutz aus? Dazu die Ineffizienz der Anlage, die viel zu teures subventioniertes Gas produziert und eine Klimabilanz, die es nicht gibt.Zusammenfassend, wenn es sich um Klimaschutz und Energiegewinnung handelt, ist es eine miserable Dienstleistung, die angeboten wird, auf die man problemlos verzichten kann. Stellt sich nur die Frage, woher solche falschen Informationen stammen, die selbst Zugang vor Gericht finden und unkommentiert als Tatsache wahrgenommen werden? Auch Herr Braune vom BUND sollte sich in seiner Klimaschutz-Euphorie etwas bremsen, denn bei so mancher Revolution ging der Schuss nach hinten los und ihre Kinder blieben auf der Strecke, was die jüngsten Ereignisse mit dem Rücktritt der bulgarischen Regierung belegen.

Das Volk ging protestierend auf die Straße, weil der Strom für die meisten unbezahlbar wurde. Zur Information: 600 000 Menschen in Deutschland konnten letztes Jahr ihre Stromrechnung nicht bezahlen, Tendenz steigend. Alles eine Folge der Energiewende und des stetigen Zuwachses der EEG-Umlage und den damit steigenden Stromkosten. Wann wird der Punkt erreicht, bis man in Deutschland wegen zu hoher Energiekosten auf die Straße geht? Diese Revolution sollten wir lieber auslassen.

Leserbriefe

Die Gutmenschen und die Bundesregierung

Günther Ackermann, Wendlingen. Die Reisewarnung für Gambia wurde vom Auswärtigen Amt am 21. Januar 2017 aufgehoben. Seit der neugewählte Staatspräsident Adamo Barrow Ende Januar 2017 sein Amt übernommen hat, „hat sich die Lage und das tägliche Leben in Gambia normalisiert“, schreibt das…

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