Leserbriefe

Beurener Musiker wehren sich

25.09.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Clemens Schwickert, Beuren. Zum Leserbrief „Beuren und die Flüchtlinge“ vom 24. September. Um Schaden vom Musikverein Beuren abzuwenden, stellen wir Folgendes richtig: Zuallererst möchten wir betonen, dass im Musikverein Beuren alle Musiker, egal welchen Alters, Herkunft, Nationalität oder religiöser Zugehörigkeit sehr herzlich willkommen sind, und dass es auch noch niemals eine derartige Ausgrenzung gegeben hat.

Der angesprochene Jugendliche (Enis, 9 Jahre) kam nicht aus Pakistan, sondern aus Mazedonien.

Ebenso falsch ist die Behauptung, Enis wäre nur einmal im Musikerheim gewesen (aufgrund angeblicher Aussagen über Asylanten und Flüchtlinge). Richtig ist, dass Enis bis zu seinem Wegzug sowohl die Proben als auch den Einzelunterricht des Musikvereins gern besucht hat. Darüber hinaus hat er mit seiner Familie an der jährlichen Weihnachtsfeier teilgenommen und eine Kostprobe seines Könnens unter großem Beifall gezeigt. Leider wurde der Aufenthalt der Familie in Deutschland nur für einige Monate gewährt. Nach dieser Zeit ist Enis mit seiner Familie wieder in seine Heimat zurückgekehrt.

In der Blasmusik spricht man von Böhmischer- oder Mährischer-Polka und nicht von „sudetendeutscher“. Überdies betrachten wir es als eine Ungeheuerlichkeit, nicht nur die Mitglieder des Musikvereins, sondern die gesamte Einwohnerschaft von Beuren mit „brauner Brut“ und „Eingeborenen“ zu diffamieren.

Um die Leser über die (vermeintlich) wahren Hintergründe des Verfassers des Leserbriefs aufzuklären, sei abschließend noch erwähnt, dass es sich hier um einen ehemaligen Musiker handelt, der bereits vor Jahren aus dem Musikverein ausgeschlossen wurde, und dem darüber hinaus Hausverbot im Musikerheim erteilt wurde.

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