Leserbriefe

Beim Vertrauen Nachholbedarf

16.07.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Emil Neuscheler, Neckartailfingen. Unser Mitgefühl gilt der griechischen Bevölkerung, die das Schmierentheater eines unfähigen, linksradikalen Regierungsklüngels hilflos über sich ergehen lassen muss. Geschickt lancierte der Premier Alexis Tsipras eine Meldung über Putins Hilfe an die Öffentlichkeit und zwar einen Tag nach dem Referendum. Diese im Westen als Affront empfundene Abstimmung richtete sich bei zwei Dritteln der Wähler gegen die Forderungen der EU, nämlich die Regeln von Brüssel und Reformen einzuhalten.

Die Vorgaben der EU können auch als Utopie betrachtet werden, denn wo soll bei einem armen Volk noch eingespart werden. Wenn jetzt trotz dem Widerstand in den eigenen Reihen die Kanzlerin an einem dritten Hilfspaket schnürt, dann dürfte wohl das Vorsprechen eines Präsidenten Putin maßgebend mitschuldig sein. Wer will schon die Ausweitung des Kreml via Athen in Richtung Mittelmeer am Südzipfel der Dardanellen mit der Stoßrichtung unsicherer Balkan. Ein russischer Flottenstützpunkt war schon einmal am Peloponnes vor nicht allzu langer Zeit.

Trotz aller Hilfe ist der Grexit aktuell. Das Land braucht einen Neuanfang. Die Hälfte der Jugendlichen ist arbeitslos und hat keine Perspektive. Weitere Zuschüsse der EU werden schwieriger, denn die einzelnen Länder müssen jetzt darüber abstimmen. Die Gesamtverschuldung Athens in Europa beläuft sich auf dreihundert Milliarden, das sind neun Nullen nach dem Zähler. Der deutsche Anteil beträgt achtundachtzig Milliarden, Tendenz steigend. Als Dank dafür schwafelt man in Athen von Reparationszahlungen und steckt unsere Regierungsmitglieder in Naziklamotten. Ein wichtiger Faktor für die Verbesserung der giftigen Atmosphäre ist neben Wertschätzung und Respekt vor allem Vertrauen. Und darin besteht erheblicher Nachholbedarf.

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