Leserbriefe

Beamtenapparat aufgebläht?

29.06.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Leonhard Lindner, Frickenhausen. Zu den Artikeln „Misstrauen gegen die Führungskräfte“ vom 17. Juni und „Personalpolitik wird zum Politikum“ vom 18. Juni. Auch annähernd zwei Wochen nach Erscheinen dieser Artikel vermisse ich die übliche Kritik der den Beamten nicht wohlgesonnenen Leserbriefschreiber. Genau zu den darin genannten Fällen wäre sie jedoch mehr als berechtigt!

Mit fadenscheinigen Begründungen versucht der politische Machtapparat eine weitere Aufstockung des sowieso schon überbesetzten Personalbestands seiner Führungskräfte zum Zwecke deren bestmöglichen finanziellen Versorgung auf entsprechend dotierten Posten vorzunehmen. Die chronisch angespannte Haushaltslage, eine weitere Aufblähung der Pensionslasten und die mittelbare Inanspruchnahme der Steuerzahler hierfür scheint der Landesregierung dabei völlig gleichgültig zu sein!

Diese Maßnahmen müssen einer Vielzahl von Beamten des mittleren und gehobenen Dienstes, die als Mit- und Sachbearbeiter(innen) in diversen Ämtern treu und brav pflichtgemäß und weisungsgebunden ihre gewiss nicht leichte Beschäftigung verrichten, indem sie den größtenteils bestehenden und stetig wachsenden Gesetzeswirrwarr (Steuerrecht!) gegenüber betroffenen Bürgern verteidigen, erläutern und durchsetzen müssen, andererseits aber personalmäßig schleichend ausgedünnt werden und auf zustehende Beförderungen aus „Kostenersparnisgründen“ teilweise jahrzehntelang zu warten haben, wie ein Schlag ins Gesicht vorkommen.

In der freien Wirtschaft hätten die Betriebsangehörigen ähnlich handelnder Unternehmen schon längst von ihrem Streikrecht Gebrauch gemacht! Erinnert sei in diesem Zusammenhang an den zu leistenden Eid der Mitglieder der Landesregierung, unter anderem Schaden vom Volk zu wenden und Gerechtigkeit gegen jedermann zu üben.

Das Bedenkliche an der ganzen Misere ist, dass sich dem entgegenstehend eine ausufernde Machterhaltungs- und Versorgungsmentalität durch die verantwortlichen Gremien inzwischen aller Parteien wie ein roter Faden zieht – zum „Wohle des Volkes“?

Leserbriefe

Verkehrsprobleme werden nicht gelöst

Raimund Popp, Nürtingen. Zum Artikel „Der Sieger kommt aus der Schweiz“ vom 20. September. Bevor die Umsetzung der Bahnstadt beginnt, muss der Kreuzungsknoten beim Amtsgericht nachweislich gelöst werden. Eine kleine Übersicht zum Plan der Bahnstadt: alle östlichen Häuser direkt an den…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe