Leserbriefe

Bangen um den Pferdehof

22.06.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bettina Fischer, Wendlingen. Zum Artikel „Landwirte sind über Verhalten enttäuscht“ vom 12. Juni. Die Familie Kuhn/Zeller, die seit Generationen in Unterboihingen lebt und arbeitet und dank der geplanten ICE-Trasse seit Jahren mit der Ungewissheit leben muss, wann, wie und wo ihre neue Existenz weitergehen kann, hofft sehr auf Unterstützung durch die Stadt Wendlingen und den Gemeinderat bei der Suche nach einem neuen Standort für ihren Pferdehof. Nicht nur unsere Tochter, sondern sehr viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus Wendlingen und den Nachbargemeinden nehmen an dem Reitunterricht auf dem Bohnackerhof mit Wonne und Begeisterung teil.

Es wird viel Freizeit auf dem Pferdehof verbracht: Mit Reiten, Misten, Füttern, gemeinsamen Unternehmungen wie auch dem Sommerferienprogramm – all das sowie vor allem auch das soziale Verhalten und Umgehen mit den Tieren und der Natur bekommen unsere Kinder hier vermittelt. Und: Die Kinder können den Bohnackerhof mit ihren Fahrrädern gut erreichen! So bangen wir alle mit Familie Kuhn/Zeller um den neuen Standort des Bohnackerhofes mit!

Außerdem haben viele Vögel, wie zum Beispiel die Schleiereule, die Rauchschwalbe, der Feld- und Haussperling sowie der Hausrotschwanz in den und um die Stallgebäude und die Reithalle ihren Nistplatz. Die Stallungen und Scheunen sind wichtiger Lebensraum, den sie ja in den Städten immer weniger finden. Goldammer, Gartenrotschwanz, Blau-/Kohlmeise, Grauschnäpper, Wacholderdrossel und Star (um nur einige zu nennen) haben in den Bäumen und Sträuchern der Höfe ihren Lebensraum. Diese Vögel werden durch die Nutzung der Bauernfamilien und die Reiter in keiner Weise gestört.

Es ist zu hoffen, dass im Egart der neue Lebensraum auch wieder angenommen wird und so nicht ganz wegfällt – die Heckenbepflanzung dort käme ebenso entgegen. Und wie man am jetzigen Standort erkennen kann, werden die Vögel durch die Höfe nicht abgehalten, sondern es klappt ein Miteinander von Mensch und Tier.

Wir bitten auch im Interesse des Freizeitangebotes unserer Kinder und Jugendlichen (die nicht sinnlos auf öffentlichen Plätzen in unserer Stadt Müll verteilen und Blumenkübel zerstören oder im „unberührten“ Egart wilde Gelage am Kastanienbaum abhalten und Unmengen an Flaschen und Müll zurücklassen), endlich eine Lösung für die Familie Kuhn/Zeller zu finden. Und wir hoffen, dass sich unser Gemeinderat (den wir gewählt haben) des Themas nochmals wohlwollend annimmt!

Leserbriefe

Wir brauchen Parteien, die Mut machen

Patrik Müller, Beuren. Zum Artikel „Die DNA der früheren CDU“ vom 15. September. Frau Kosova kann man zu ihrer gelungenen Integration in Deutschland nur gratulieren. Ich kann allerdings überhaupt nicht nachvollziehen, wie sich eine aus Usbekistan stammende Frau mit jüdischen Wurzeln, die in…

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