Leserbriefe

Bahnstadt-Planung: Auch nach Osten sehen

03.06.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Charalampos Emmanouilidis, Nürtingen. Zum Artikel „Östliche Bahnstadt“ vom 24. Mai. Die Bahnstadt Ost umfasst zunächst die Planung für einige Gebäude und dann als zentrales Kern-Element die Verlagerung des Verkehrs von der Stadtmitte zur bahnparallelen Trasse der Plochinger Straße.

Hierzu muss man wissen, dass es zuvor eine Untersuchung gab, wie man den Platz vor dem Bahnhof besser gestalten kann. Dabei kam natürlich der Wunsch auf: der Verkehr muss weg, dann kann man die Stadt gestalten. Und hier beginnt der Kansas City Shuffle.

Ein Kansas City Shuffle ist, wenn alle nach Osten schauen sollen und zeitgleich auf der anderen Seite das Ereignis stattfindet. Alle Leute sollen auf die östliche Bahnstadt schauen und sich hierauf konzentrieren, während auf der anderen Seite der Bahngleise der Verkehr zunächst halbiert wird, und seien wir mal ehrlich, sogar geschlossen werden soll. In der Planung geht es zunächst darum, die ehemaligen Gebiete der Bahn neu zu gestalten. Soweit ist der Ansatz ja gut gemeint, doch mit der Katze im Sack ist auch die Verkehrsverlagerung von der kaum bewohnten Bahnstraße zur bewohnten Plochinger Straße und der Kirchheimer Vorstadt geplant.

Für die Bewohner dieser Gebiete ist somit eine Verkehrsverdoppelung angesagt. Das bedeutet, dass zwischen jedem Fahrzeug nochmal ein Fahrzeug geschoben wird. Leider ist diese Maßnahme auch schon bei den Entwürfen geplant. In sich gesehen ist die Bebauung und Veränderung immer gut zu sehen, aber diese Maßnahmen auf Kosten der Kirchheimer Vorstadt und Rümelinstraße zu machen ist nicht erträglich. Mit dieser Maßnahme müssten zum Beispiel auch fast alle Häuser entlang des Plochinger Bahndamms abgerissen werden, weil das Verkehrsaufkommen ab der Kirchheimer Straße hierfür nicht ausgebaut ist. Zudem sollte angrenzend zur Bahnstadt Ost endlich dafür gesorgt werden, dass der Landkreis eine eigene Zufahrt für den Säer baut. Also wären hier noch weitere Planungen notwendig, welche man schon groß entwirft.

Also, wenn die Stadt und die Gemeinderäte und Fraktionen schon nach Osten schauen, dann sollten sie auch dafür Sorge tragen, dass wir nicht zu Kansas City werden.

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