Leserbriefe

Bahnhof ist an der Kapazitätsgrenze

27.10.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Johannes Ottenwälder, NT-Neckarhausen. Zum Leserbrief „Stuttgart 21 und die Entgleisungen“ vom 19. Oktober. Nun, Frau Stoitzner meint wohl, ihre Formulierungen wären witzig. Dabei sollten ihr ihre „witzigen“ Formulierungen als S21-Gegnerin eigentlich im Halse stecken bleiben angesichts dessen, was sie für die K21-Befürworter bedeuten.

Zunächst mal ist kein einziger ICE entgleist, wie Frau Stoitzner behauptet, sondern es sind ausschließlich ICs entgleist. Das mag man für nebensächlich halten, ist es aber nicht, denn alle diese ICs sind im Schiebebetrieb entgleist, einer Betriebsform, die nur aufgrund des Kopfbahnhofes überhaupt nötig ist. Offenkundig aber wurde nun, durch diesen unfreiwilligen Stresstest für den Kopfbahnhof, dass die Kapazitätszahlen, die von Herrn Hopfenzitz und den sogenannten Ingenieuren 22 als Maximum in den Raum gestellt wurden, völlig absurd sind. Eine einzige Weiche (von über 200) fällt aus und damit können vier von 16 Gleisen nicht mehr erreicht werden. Interessant wäre es jetzt, von den Vertretern der Kopfbahnhoffraktion zu erfahren, wie bitte in einem Bahnhof 50 Züge pro Stunde abgewickelt werden sollen, also ein gutes Viertel mehr als heute, wenn auf der anderen Seite der Wegfall eines Viertels der Kapazität dieses Bahnhofes nicht locker weggesteckt wird, sondern ins Chaos führt.

Interessant wäre auch zu erfahren, wie dieser Bahnhof während des Baus von K21 überhaupt noch betrieben werden könnte, wenn nicht nur eine Weiche zeitweise ausfällt, sondern das gesamte Gleisvorfeld unter rollendem Rad saniert und umgestaltet werden muss. Ja, die derzeitigen Behinderungen sind ärgerlich. Aber sie zeigen sehr deutlich: der jetzige Bahnhof hat seine Kapazitätsgrenze längst überschritten, und die Pseudoalternative K21 hätte solch drastische Folgen, dass Züge während der Bauzeit dieses „Glanzstücks der Ingenieure22-Kunst“ am besten weiträumig um Stuttgart herumfahren.

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