Leserbriefe

„Bahn ist sprachlos und ratlos“

10.10.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Neue Verspätungen für Stuttgart 21“ vom 2. Oktober. Der Artikel passt sehr gut zu dem schon zweiten IC-Zug-Unglück am 29. September, das wieder auf der für Stuttgart 21 neu gebauten Weiche Nummer 227 passierte und ein gefährliches Chaos auslöste. Die Ursache wird als Geheimsache der Bahn behandelt, denn auch für das vorige Unglück vor zwei Monaten gibt es noch keine Erklärung, und zu diesem neuen, schweren Unglück wird verkündet, dass die Klärung Monate dauern wird. Deshalb wurde jetzt Strafanzeige gegen die Bahn gestellt.

Diese Sprach- und Ratlosigkeit der Bahn ist entlarvend: Schon die erste kleine Baumaßnahme für S 21 verursacht Chaos. Wie soll das erst werden mit den 61,8 Kilometer Tunnel unter den 1400 Grundstücken und all den anderen unbeherrschbaren Risiken und Fehlplanungen?

Seit dem berüchtigten 30. September vor zwei Jahren, als die Polizei brutal vorging, ist außer den Gleisen und Weichen noch nichts gebaut, sondern nur vorbereitend zerstört worden. Diese Einstiegskosten übertreffen sicherlich bei Weitem schon die Lüge (so meine Sicht) mit den Ausstiegskosten von 1,5 Milliarden, die zur Volksabstimmung verbreitet wurde.

Die erneute Verschiebung des Baubeginns von S 21 ist unausweichlich, weil es mittlerweile für keinen Abschnitt eine ausführungsfähige Genehmigung mehr gibt. Und was ist mit den Kosten?

Als der Park und der Südflügel „dringend“ zerstört werden mussten, wusste und verkündete die Bahn schon im Voraus, wie viel 100 Millionen jeder Monat Verzögerung kosten würde. Aber jetzt sind es schon Monate und Jahre durch eigene mangelhafte Planung und nun sagt die Bahn: „Über die Kosten können wir nichts sagen.“

Jetzt ist die Politik gefordert. Ministerpräsident Kretschmann sollte erkennen: S 21 ist gescheitert. Und endlich das Projekt stoppen.

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