Leserbriefe

Backwaren und Überflussgesellschaft

06.03.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Andrea Medla, Nürtingen. Zum Artikel „Keiner backt gerne für die Mülltonne“ vom 2. März. Hier hat sich ein Fehler eingeschlichen. Dies möchte ich richtigstellen. Auf die telefonische Frage von Matthäus Klemke, wie mit den übrigen Backwaren verfahren werde, erklärte ich Folgendes: „Unsere frischen Brote, die am Ende des Tages übrig bleiben, gibt es am nächsten Tag zum halben Preis. Kleingebäck und süße Teilchen gehen seit über 20 Jahren (zum Teil) an die Kinderkulturwerkstatt. Das restliche Kleingebäck, süße Backwaren und Brot gehen an die Nürtinger Tafel. Manchmal ist abends nichts mehr übrig, es können aber auch drei bis vier Beutel Kleingebäck à zehn Stück und bis zu zehn Brote sein.“

Der Mann von der Zeitung hakte nach und wollte wissen, was weggeworfen werde. Darauf antwortete ich wahrheitsgemäß, dass bei uns der „alte“ Bienenstich und die Himbeerjoghurtschnitte in die Biotonne kommen. Das werde nicht verschenkt, da hier die Gefahr zu groß sei, dass die Sahne schlecht werde und so dem Konsumenten schaden könne.

Der Artikel erweckt den Eindruck, dass wir eine große Menge an Backwaren wegwerfen. Dieser Eindruck ist falsch und widerspricht im Übrigen meiner Grundhaltung.

Backwaren sind ein Grundnahrungsmittel, die trotz unserer wohlhabenden Gesellschaft nicht einfach aus Überfluss weggeworfen werden können. Mir widerstrebt es, diesem Wegwerftrend zu folgen. Daher und aus Wertschätzung der Leistung verschiedener sozialer Einrichtungen in Nürtingen erhalten diese unsere Backwaren nach Ablauf des Tages. So sind sie weiterhin nützlich und machen das, was sie sollen: Menschen satt.

Leserbriefe

Hotel und Biergarten – aber kein Betonbunker

Alfred Schmidt, Nürtingen. Zum Artikel „Hotel mit Biergarten am Neckar“ vom 18. Mai. Ich stimme Herrn Raimund Braun (NT 14) voll zu, wenn er die Architektur des „Hotelneubaus“ kritisiert. Recht hat er, wenn er ein Satteldach und eine Verkleinerung des Baukörpers fordert. Dann würde sich das…

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