Leserbriefe

Ausspähen und verschleiern

03.08.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Joerg Schaich, Nürtingen. Zum Artikel „Pofallas Persilschein“ vom 26. Juli. Es ist schon komisch wie Politiker das Thema verfehlen und dies als Erfolg darstellen. So, der Staatsminister im Kanzleramt Pofalla, der letzte Woche sich vor die Presse gestellt hat und die Aussage, dass deutsche Geheimdienste die USA mit Daten beliefert hat, als Lüge bezeichnet hat. Nach der Enthüllung der Ausspähaffäre war dies doch gar nicht das Thema. Es wurde doch immer behauptet, dass die USA und die Briten dies aktiv gemacht haben und somit auch nicht beliefert wurden. Hauptsache etwas Positives berichten, auch wenn es überhaupt keinen Zusammenhang gibt!

Was können wir Internetnutzer gegen Datenspionage machen? Nun, es gibt ein kleines Programm, das pikanterweise ein Amerikaner entwickelt hat. Zimmermann, so der Programmierer, hat „Pretty Good Privacy“ auch kurz PGP in den 90ern geschrieben und damit die US-Geheimdienste aufgeschreckt, es war nicht zu knacken. Deshalb wurde er auch verfolgt und es wurde versucht, dies als „Kriegswaffe“ vom Export auszuschließen. Als Programm im Netz war dies möglich, deshalb wurde der Quelltext als Buch verkauft und außerhalb der USA abgeschrieben und als Programm vertrieben.

Der Nachfolger von PGP heißt GnuPG und ist kostenlos und kann auf allen Plattformen (Windows, Linux, Mac) installiert werden. Dies ist zwar nicht ganz einfach, aber jeder sollte sich die Notwendigkeit überlegen. Wie sorglos manche im Internet mit ihren persönlichen Daten umgehen ist schon erschreckend. Wer würde schon seine Kontodaten oder sonstige ureigenste, persönliche Daten auf eine Postkarte schreiben und dann verschicken? Im Netz geschieht dies aber täglich millionenfach.

Noch ein Buchtipp: wer sich über Kryptographie (Verschlüsselung und Codeknacken) informieren möchte dem empfehle ich Simon Sing’s Buch „Geheime Botschaften“ über die Geschichte des codieren und die Anstrengung des knackens von Codes.

Leserbriefe

Der Diesel und die Feinstaubproblematik

Gerhard Mayer, NT-Oberensingen. Zum Artikel „Kretschmann: Autobauer stehen in der Pflicht“ vom 26. Juli. Man hört sehr viel über den schädlichen Diesel, nahezu alle beteiligen sich an der Hexenjagd, aber was stimmt wirklich? Zunächst wurde der Diesel wegen der Feinstaubemission an den Pranger…

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