Leserbriefe

Aus Nürtingen könnte man mehr machen

13.09.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Fritz Mergenthaler, Nürtingen. Als alter Nürtinger liebe ich meine Stadt. Die zuständigen Stellen in der Stadtverwaltung sind stets um Verbesserungen bemüht, aber auch um Energie-Einsparungen und Verkehrsfluss-Korrekturen. Die Ampelschaltung in der Alleen-Straße beim Schwanen lässt drei Autos durch. Dann schnappt sie wieder auf Rot. Die Stadt sagt, sie will die Verkehrsteilnehmer erziehen und sie ermutigen, die neue Neckarbrücke zu nutzen. Wenn vor mir ein Auto mit Kennzeichen COE (was auch immer das ist) und A für Augsburg wartet, dann wird’s natürlich schwierig. Aber das mit der Umleitung über die neue Brücke macht schon Sinn, wenn man ihn versteht.

Wer mit müden Füßen zu tun hat, für den hat die Stadt rund um den Schillerplatz das massierende Pflaster aufbringen lassen. Das tut gut, und die Gilde der Schuhmacher darf sich auch freuen über neue Absätze an Damenschuhen. Wer an seinem Auto Asphalt-geglättete Reifen hat, kann diese kostenlos aufrauen, indem er ein paarmal am Güterbahnhof über den geschotterten Parkplatz kurvt. Das hilft und kostet nix. Energie sparen!

Der Ochsenbrunnen spart Wasser, indem die Nüstern der Ochsen auf Ein-Loch-Betrieb eingestellt wurden. Und umweltschädliche Reinigungsmittel hat man für die Reinigung des Brunnentroges und der Säule weggelassen. Prima. Nürtingen ist eine reizende Stadt mit ihrer Altstadt, den vielen Cafés und Bistros. Leider ist sie nicht in dem neu erschienenen Buch „Malerische Städteziele im Ländle“ von Dieter Buck aufgeführt. Dafür Kirchheim. Mit seinem hoffnungslos überlaufenen Samstags-Markt, mit den vielen Nürtingern, die man dort trifft und die einem dann ihre Texte anhängen. Der schöne Neckarfluss kann von den Autofahrern von der neuen Brücke aus genüsslich betrachtet werden. Dank an die Stadt. Denn wenn man stadteinwärts fährt, hält ihn die volle Linksabbiegerspur auf der Brückenmitte und man kann dann gucken. Unser prachtvoller Galgenberg-Pavillon. Klasse Idee. Ist er doch als Anschauungs-Modell bestens geeignet für lernschwache Gymnasiasten zum Fach Geometrie, um den Würfel erklärt zu bekommen. Die lieben Kinder sollen auch nicht zu kurz kommen. Vermittelt doch der Kreuzkirchpark mit seiner Sandfläche mediterranes Feeling für all jene, die zu Hause bleiben müssen (und die freilaufenden Zamperl freuen sich auch). Und der unsäglich schöne Brunnen hinter der Kreuzkirche ist gleichfalls auf Wasser- Einsparung programmiert und schmückt trocken das Ambiente. Nürtingens „Main Station“. Schöner sachlicher Bau mit viel drumrum. Am besten die Show der gestrippten Fahrrad-Ruinen gleich links auf dem ersten Perron. Meine ausländischen Gäste gucken und haben einen höflichen Grund zu lächeln. Nix für ungut. Aber ein bissle was zu tun gibt’s schon noch. Oder?

Leserbriefe

Hochwasserschutz in Neckartailfingen

Sebastian Kurz, Neckartailfingen. Zum Artikel „Mit höheren Einnahmen Schulden getilgt“ vom 4. Oktober. Dem Artikel habe ich entnommen, dass der Gemeinderat zum wiederholten Mal den mangelnden Hochwasserschutz in der Gemeinde Neckartailfingen kritisiert und die Verwaltung zum Handeln aufgefordert…

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