Leserbriefe

Auf Gewalt mit Gegengewalt reagieren?

28.11.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dr. Wolfgang Bone, Lenningen-Gutenberg. Zum Artikel „Irgendwann steigt die Seele aus“ vom 13. November und zum Leserbrief „Warum lehnen Kirchen Gewalt nicht ab?“. „Durch Gewaltanwendung wird kein Frieden erreicht“, das ist wohl richtig. Aber wurde nicht zum Beispiel der Zweite Weltkrieg durch Gewalt der Alliierten beendet und damit Frieden erreicht? In Afghanistan haben deutsche Soldaten viel aufgebaut, zum Beispiel Schulen und Krankenhäuser. Und Hilfsorganisationen konnten nur unter militärischem Schutz arbeiten. Gewaltanwendung, so schlimm sie einerseits ist, ist vertretbar, wenn es darum geht, Mädchen, oft noch Kinder, vor Verschleppung und Vergewaltigung zu schützen. Wenn es darum geht zu verhindern, dass Jungen schon ab einem Alter von sieben Jahren an Waffen ausgebildet und zum Töten, sogar der eigenen Eltern, gezwungen werden.

Und jetzt in Paris. Sollten die Sicherheitskräfte etwa nicht mit Gewalt gegen die Terroristen vorgehen? Sollten sie zusehen, wie weiter Menschen ermordet werden, weil sie selbst keine Gewalt anwenden möchten? Oft kann man auf Gewalt nur mit Gegengewalt reagieren. Traurig, aber wahr.

Übrigens war der Krieg der USA in Afghanistan kein Rachefeldzug, das trifft eventuell für den Krieg im Irak zu, an dem sich Deutschland nicht beteiligt hat. In Afghanistan haben die Amerikaner und ihre Verbündeten nur fortgesetzt, was die Russen, damals noch Sowjetunion, erfolglos angefangen hatten.

Leserbriefe

Schon vergessen? Das ist keine Alternative

Andreas Melcher, Frickenhausen. Zum Leserbrief „Postfaktisch und die Arbeit der Presse“ vom 14. Januar. Niemand muss sich wundern, dass der Begriff „postfaktisch“ mit „Lügenzeit“ gleichgesetzt wird. Genauso ist das nämlich von der Gesellschaft für Deutsche Sprache gemeint. Wer damit ein Problem…

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