Leserbriefe

Auch bei Kälte an die Mitmenschen denken

03.02.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Uwe Schulze, NT-Zizishausen. Eigentlich bringt mich nichts aus der Ruhe. Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen. Aber eine Kombination neigt bei mir zum Haarausfall: Man hört oder sieht es in den Medien: „Minustemperaturen, Eis, Schnee“. Aber eine Reaktion der Autofahrer erfolgt nicht. Das Ritual der meisten Bürger wiederholt sich alle Jahre wieder und das fast jeden Tag. Man trottet in den Wintermonaten morgens so um 5 Uhr zu seinem Fahrzeug, startet den Motor, sucht den Eiskratzer, stellt das Gebläse auf höchste Stufe, knallt die Türen zu und fängt an, seine Scheiben zu kratzen. (Bei angefrorenem Eisregen klingt das besonders schön!)

Das dauert in der Regel so um die ein bis zwei Minuten. Das reicht, das Schlafzimmer über das gekippte Fenster mit Abgasen zu füllen und den noch bis eben schlafenden Personen die Nerven zu rauben. Wer meint, der geweckte Schichtarbeiter, der erst seit drei Stunden in den Federn liegt, hat nun seine Ruhe, täuscht sich gewaltig.

Gegen 7 Uhr ist der Spuk zu Ende. Wir wohnen gegenüber einem Gemeindehaus mit 16 Parkplätzen, direkt vor dem Haus gibt es noch mal vier Parkmöglichkeiten. Wenn dann auch noch Firmenfahrzeuge dort abgestellt werden, weil deren Fahrer zu faul sind, ihre Fünf- und 7,5-Tonner- Diesel-Stinker im Industriegebiet zu parken, platzt mir manchmal schon das Gewinde! In Gedanken stehe ich auf, öffne die Fahrzeugtüre, ziehe den Schlüssel ab und lasse ihn sanft in den nächsten Gulli gleiten. Problem: Ich bin zu faul, um nach drei Stunden Schlaf aufzustehen. Aber irgendwann mache ich das!

Ist es wirklich so schwer, eine alte Decke oder ein altes Badehandtuch über die Scheiben zu legen? Sollte man es wirklich mal vergessen haben, reicht auch eine mit Enteiser gefüllte Pumpflasche (1,99 Euro) und die Scheiben sind frei. Bin ich in Zizishausen rund um die Lerchenstraße der Einzige, der sein Fahrzeug abdeckt? Deshalb die Bitte: Gehirn einschalten (auch wenn es früh und kalt ist) und auch mal an andere denken! Ich wünsche allen eine schöne restliche Winterzeit!

Leserbriefe

Die USA und der Strafgerichtshof

Hartmut Schewe, Aichtal-Neuenhaus. Zu den Artikeln „USA drohen Richtern mit Einreisesperren“ und „Bundeswehr in Syrien“ vom 11. September. Dass Richter und Strafverfolgungsbehörden von Drogenkartellen, Mafiosi und in Bananenrepubliken bedroht werden, ist nichts Neues. Völlig neu ist jedoch…

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