Leserbriefe

Asylanträge und das Landratsamt

11.08.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Klaus Hoffmeister, Frickenhausen-Tischardt. Zum Artikel „Kritik am Ausländeramt wird lauter“ vom 3. August. „Zeit zu handeln“ überschreibt Redakteur Klemke seine Philippika gegen die angeblich nachlässige Bearbeitung von Asylanträgen im Landratsamt. Damit hat es der Leser schwarz auf weiß: Nicht Merkels „grenzenlose“ Illusionspolitik, mit der sie 1,5 Millionen Afrikaner und Araber großenteils unkontrolliert ins Land gelassen hat, ist schuld an dem Berg von Problemen, mit denen unser Land fertig zu werden hat, sondern die Mitarbeiter im Esslinger Landratsamt.

Damit stellt man aus meiner Sicht die Thematik auf den Kopf: Die Logik sagt, dass man Ausländern, die im Lande gebraucht werden, bei entsprechender Qualifikation den Aufenthalt gestattet. Aber Hunderttausende ungeprüft ins Land zu lassen und dann mühsam auszusortieren, ob nicht der eine oder andere Befähigte darunter ist, ist absolut widersinnig. Staaten wie Kanada oder Australien machen es uns mit Erfolg vor, wie eine begrenzte und organisierte Zuwanderung auszusehen hat. Zum Nutzen der Zuwanderer, zum Nutzen des jeweiligen Staates.

Aber bei uns wird ein förmlicher Asylantenkult betrieben und der Eindruck, dass sich da manch höhergestellter „Ehrenamtliche“ oder Lokalpolitiker zwecks Existenzberechtigung profiliert, drängt sich auf. Da sind die überlasteten Leute im Ausländeramt gerade recht als Sündenbock. Wenn man diesen wenig beneidenswerten Mitarbeitern ihre Arbeit nicht auch noch durch juristische Verschleppungsmanöver erschweren würde, wäre viel gewonnen.

Hat man jemals kontrolliert, ob alle Eingewiesenen die angebotenen Deutschkurse regelmäßig besuchen und mit Erfolg bestanden haben? Nach über drei Jahren darf erwartet werden, dass die Landessprache ausreichend beherrscht wird. Integration von Asylbewerbern definiert sich nämlich nicht durch den Blick auf das Smartphone. Das Trommeln bei „Kulturveranstaltungen“ allein genügt auch nicht.

Es ist nicht die Aufgabe von Helfern, den Aufenthalt von Asylbewerbern durch Tricks und Medienpolemik zu verzögern, sondern die Ämter dabei zu unterstützen, dass die wirklich Berechtigten bleiben und die große Zahl Unberechtigter in ihre Heimatländer zurückgeführt wird. Unsere Asylgesetzgebung ist dringend reformbedürftig. Sie war einmal für wirklich Verfolgte gedacht und nicht dafür, uferlos und zu Lasten der Steuerzahler jedem, der „Asyl, Asyl“ schreit, dieses Privileg einzuräumen.

Sahra Wagenknecht hat recht: „Es ist weltfremd, dass jeder nach Deutschland kommen kann und meint, hier einen Anspruch auf Sozialleistungen zu haben.“ Und bezogen auf die hohe Kriminalitätsrate der Ausländer: „Wer Gastrecht missbraucht, der hat Gastrecht eben auch verwirkt.“

Leserbriefe

Profitmaximierung statt Naherholung

Harry Nitschko, Wolfschlugen. Zum Artikel „Wildschweine gesucht“ vom 1. Dezember. Es ist sehr begrüßenswert, dass sich viele Gemeinderäte in Wolfschlugen des Themas Waldgebiet Sauhag annehmen und gegenüber der Forstverwaltung auch mal klare Kante zeigen. Es kann ja nicht verwundern, dass sich…

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