Leserbriefe

Asylanten – die Herausforderung

23.10.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Helmut Weber, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Bundestag verschärft Asylrecht“ vom 16. Oktober. Menschen machen sich, werden gemacht. Wer Flüchtlingen aus Kriegsgebieten die Plünderung oder Verdrängung von sogenannten Volkswerten unterstellt, leistet nicht nur ein Vorurteil, das leider weitergegeben werden kann. Ohne Hinterfragung wird hier Gefühlskälte konstruiert und auch noch spürbar zur fremden Not geliefert.

Wer Mitgefühl, einem Konsens, den Möglichkeiten von Erfahrungsbereicherungen auf diese Weise den Ausschluss abnötigt oder diese Haltung verbreitet, gewinnt genau die ursprünglich grundlosen Befürchtungen: Ablehnung, Auflehnung, Subkultur und im schlimmsten Fall die geballte negative Energie Entwerteter. Wer sich kein Gefühl leisten will oder kann, nur nach Benachteiligungen für gewachsene Deutsche Ausschau halten will, sollte also wenigstens Wortabwägungen im Interesse selbstgepflegter Eigen-Umfriedung leisten.

Dass finanzielle Unterstützung nur für lebensbedrohte Flüchtlinge greifen kann und das verhältnismäßig zu unseren Möglichkeiten, versteht sich. Schließlich liegt uns bei aller Hilfsbereitschaft nicht der Sinn nach Selbstaufgabe. Zum Schutz von Parteifrieden beziehungsweise Regierungsbündnissen wird Integration auch kein fremd gewählter Selbstläufer, denn davor fürchten sich selbst die Großzügigsten in diesem Land.

Noch eine Bemerkung: Asylanten-Belehrungen auf den Straßen entwickeln übrigens so wenig Gemeinschaftssinn wie Hilfe ihn fördert.

Leserbriefe

Abstrakte Argumente von de Maizière

Christoph Traube, NT-Neckarhausen. Zum Artikel „Kauder will notfalls Verfassung ändern“ vom 5. Januar. Unser Bundestagsabgeordneter, Michael Hennrich, kritisiert demnach, dass von den Kritikern des Bundesinnenministers keiner sage, was die Vorteile der jetzigen Regelungen seien. Das erstaunt…

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