Leserbriefe

Anomalien und Menschenwürde

18.07.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dr. Gerhard Steigerwald, Nürtingen. Zum Leserbrief „Keine Unterschiede“ vom 10. Juli. Den Genderismus der sexuellen Vielfalt nenne ich eine Ideologie, weil er nicht exakter, naturwissenschaftlicher Erkenntnis entspricht. Der Genderismus ist ein Gedankengebäude einer bestimmten Interessengruppe mit manipulativer Zielsetzung.

Ein Beispiel dieser Ideologie bietet der Leserbrief von Pietro Schya. Die naturwissenschaftliche Binsenweisheit, dass bei der Entwicklung der verschiedenen Pflanzen-/Tierarten wie auch beim Menschen es immer wieder zu Fehlentwicklungen kommt, will Herr Schya für die menschliche Sexualität nicht wahrhaben und erklärt solche naturwissenschaftlichen Binsenweisheiten gleich zu einer „geistigen Brandstiftung“ oder „zur Herabsetzung von Minderheiten“.

Ein weiteres Beispiel dieser Gender- Ideologie ist die immer wieder gehörte Behauptung, dass die verschiedenen Spielarten der Sexualität gleichwertig seien. Sie ist deswegen wirklichkeitsfremd, weil analoge Vorgänge in der Natur genauso beurteilt werden müssten. Kein Vernünftiger bezeichnet die verschiedenen Fehlformen bei der Entstehung einer Pfingstrose als gleichwertig mit einer vollentwickelten Rose. Erst recht gilt das für Säuglinge mit verschiedenen Anomalien. Zur wissenschaftlichen Redlichkeit gehört es, Fakten zu akzeptieren und sie nicht zu Lebenslügen umzudeuten.

Doch entscheidend ist: Fehlentwicklungen und alle Anomalien nehmen dem Menschen nichts von seiner Menschenwürde. Die Würde des Menschen ist beispielsweise nicht an das Funktionieren seiner Sexualität gebunden. Ein Mensch mit einer sexuellen Andersartigkeit ist dennoch ein vollwertiger Mensch, der allen Respekt verdient. Herr Schya verbreitet jedoch ein Märchen, wenn er dafür Jesus zum Kronzeugen machen will. Die Evangelien berichten absolut nichts von Begegnungen Jesu mit Homosexuellen.

An dem Leserbrief von Herrn Schya fällt auf, dass es ihm kaum möglich ist, sachlich und wissenschaftlich zu argumentieren. Dafür ergeht er sich in Herabsetzungen, Verleumdungen und ehrenrührigen Behauptungen.

Leserbriefe

Was sagt die Bibel zur pflanzlichen Ernährung

Arabella Unger, Frickenhausen. Zum Leserbrief „Vernünftig ernähren mit hochwertigem Fleisch“ vom 1. Dezember. Es wird behauptet, dass aus der Bibel hervorgehe, dass man immer schon Fleisch gegessen habe. Anders steht es jedoch im ersten Schöpfungsbericht (1. Mose 1, 30–31), nämlich dass Gott…

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