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23.07.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Reza Maschajechi, Nürtingen. Die Ansiedlung der Volkshochschule im Hölderlinhaus ist allein wegen der fehlenden Parkplätze problematisch. Viele Dozenten müssen an das Haus heranfahren, um ihre Utensilien abzuladen, und schnellstmöglich ihr Auto irgendwo abstellen – aber wo? Dieses Vorhaben passt nicht zu den Plänen der Stadt, die eine verkehrsfreie Innenstadt anstrebt. Man kann heute kein öffentliches Gebäude ohne Parkmöglichkeiten bauen. Das Heim-Haus würde Parkmöglichkeiten bieten und wurde für diesen Zweck vorgeschlagen. Es ist gut anzufahren und für Ortsfremde leicht zu finden. Auf Grund seiner hervorragenden Lage ist es als optisches Tor zur Stadt sehr repräsentativ. Hier könnte sich die Stadt mit Hilfe guter Architektur von ihrer besten Seite zeigen. Mit dem Abriss des Hölderlinhauses vernichtet man ein Stück Nürtinger Kulturgeschichte. Hier hat Hölderlin gewohnt, es ist ein Stück deutscher Literatur-Geschichte, und das sollte, gerade heute, wo die Entwicklung der deutschen Sprache einen Rückwärtsgang eingelegt hat, bewahrt werden. Keine moderne Architektur wird jemals die Harmonie und Ausgewogenheit, die jetzt an diesem Platz vorhanden sind, wieder herstellen können. Mit etwas Fantasie und Anstrengung könnte man das Hölderlinhaus anderweitig nutzen. Hier ein paar laienhafte Beispiele: Studentenwohnungen, Atelier für mehrere Künstler, Gästehaus für Firmen  und die Stadt.

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