Leserbriefe

An Verkehrszunahme sind wir alle beteiligt

18.10.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Lohse, Nürtingen, Stadtrat NT14. Zum Leserbrief „Schlesierstraße für Einbahnverkehr öffnen“ vom 16. Oktober. Ich bin mir bewusst, dass alles, was ich Herrn Ochs antworte, womöglich ins Leere läuft, da der verständliche ureigenste Wunsch, ohne Stau von A nach B zu kommen, der Vorrangige ist. Auch der Appell an die Stadträte, der angeblich ihr Unwesen treibenden Stadtverwaltung Einhalt zu gebieten, verkennt hier die Sachlage. Auch hat NT14 hier keine Sonderstellung.

Ein paar grundsätzliche Überlegungen jedoch zu der nicht einfachen Situation. Nicht nur seit der Ausweisung des Gewerbegebiets „Große Forst“ (Hugo Boss und Biogasanlage) sollte allen Bürgern bewusst sein, dass der Verkehr dort weiter in hohem Maße zunehmen wird. An dieser Zunahme des Verkehrs sind wir alle beteiligt. So werden die Straßen mittlerweile zu immer größer werdenden rollenden Lagerhallen, damit jedermann zu jeder Zeit in den Genuss ( just in time) von (nicht nur) Lebens- und Genussmitteln weltweit kommen kann. Um dies bewerkstelligen zu können, werden immer größere und schwerere Lastwagen benötigt. Aber auch im Privatverkehr sehen wir immer stärkere und schwerere Fahrzeuge rollen. Dies und weitere Faktoren bringen es mit sich, dass die Straßen laufend repariert sowie um- und ausgebaut werden müssen. Dies kann nur geschehen unter der Beeinträchtigung des bestehenden rollenden Verkehrs. Ort und Zeit solcher Baumaßnahmen werden immer unpassend sein.

Dass die Verwaltung zu kritisieren ist, weil sie nicht schon früher in die Öffentlichkeit gegangen ist, kann ich nachvollziehen und dies ist auch teilweise berechtigt. Wobei nicht zu verkennen ist, dass die Vollsanierung nicht durch die Stadt erfolgt und sie darauf auch keinen Einfluss hat. Was würden wohl die Bürger sagen, wenn bis Dezember eine einspurige Sperrung für den Ausbau des Gewerbegebiets „Großer Forst“ durch die Stadt erfolgen würde und danach das Land die Generalsanierung der Straße unter Vollsperrung in Angriff nehmen würde?

Die Öffnung der Schlesierstraße ist, so wurde uns mitgeteilt, aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Eine Umfahrung (Behelfsstraße) wurde angedacht und aus baulicher und finanzieller Sicht verworfen. Sollte Herr Ochs andere Fakten haben, so würde ich mich freuen, wenn er mir diese zukommen lassen könnte.

Leserbriefe

Die Gutmenschen und die Bundesregierung

Günther Ackermann, Wendlingen. Die Reisewarnung für Gambia wurde vom Auswärtigen Amt am 21. Januar 2017 aufgehoben. Seit der neugewählte Staatspräsident Adamo Barrow Ende Januar 2017 sein Amt übernommen hat, „hat sich die Lage und das tägliche Leben in Gambia normalisiert“, schreibt das…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe