Leserbriefe

An die nachfolgenden Generationen denken

08.06.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Waltraud Schmid, Nürtingen. Zum Artikel „Ringen um Zukunft des Wörth-Areals“ vom 3. Juni. Seit Längerem schon beschäftige ich mich mit der zukünftigen Nutzung des Wörth-Areals. Ein in letzter Zeit häufig gebrauchter Begriff „Nachhaltigkeit“ veranlasst mich, diesen Leserbrief zu schreiben. Vor einigen Wochen war im Radio in der Sendung „Leute heute“ ein Nachhaltigkeitsforscher zu Gast. Er sprach mir in vielen Dingen aus dem Herzen. Ich möchte einen Satz von ihm zitieren: „Nachhaltigkeit bei Entscheidungen bedeutet, man muss über den Tellerrand hinausschauen und an die Menschen denken, die nach uns leben“.

Beim Verteilen der Flyer, die wir vom Forum Wörth als Einladung an die Bürger zum zweiten Runden Tisch erstellt hatten, hatte ich in der Fußgängerzone ein bewegendes Gespräch mit einem Bürger. Er wohnt im Kroatenhof und ist 97 Jahre alt. Mit leuchtenden Augen hat er mir erzählt, dass er am Neckar aufgewachsen sei und dort das Schwimmen erlernt habe und wie schön es war, als Kind und später als Erwachsener den Fluss zu erleben. Ich möchte alle Personen, die über die Gestaltung des Geländes „Wörthareal“ und den Neckarraum im Nürtinger Bereich entscheiden, bitten, nachhaltig zu handeln. Sie sollten an die Generationen nach uns denken, die ihren Neckar auch so erleben wollen, wie die Generation vor uns den Neckar erleben durfte.

Die geplante Bebauung des Wörth-Areals, die das Gelände der Bevölkerung und nicht zuletzt den erwünschten Touristen fast komplett vorenthält, ist keine nachhaltige Lösung.

Leserbriefe

Wir brauchen Parteien, die Mut machen

Patrik Müller, Beuren. Zum Artikel „Die DNA der früheren CDU“ vom 15. September. Frau Kosova kann man zu ihrer gelungenen Integration in Deutschland nur gratulieren. Ich kann allerdings überhaupt nicht nachvollziehen, wie sich eine aus Usbekistan stammende Frau mit jüdischen Wurzeln, die in…

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