Leserbriefe

Aichtal und das Wörth-Areal

05.07.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jens-Heiko Adolph, Nürtingen. Zum Artikel „Städtebaukonzept für Aichtal“ vom 29. Juni. Beeindruckend, wie professionell eine kleine Nachbargemeinde ein Städtebaukonzept entwickelt. Mit Einbindung der Bürger und externen, unvoreingenommenen Fachleuten. Erst Planung, dann Bebauung. Demgegenüber Nürtingen: völlig konzeptlos, Ad-hoc-Planung ohne Weitsicht.

Beispiel Wörth-Areal: Wer kürzlich das Drachenbootrennen am Neckar beobachtete, sah, wie viele Nürtinger sich an dem herrlichen Uferbereich vergnügten. Innerstädtische Naherholung pur. Eine Besonderheit, die nur wenige Städte zu bieten haben. Dazu Engagement von Bürgern, um die Stadt zu beleben!

Wohl keiner der Besucher kann sich vorstellen, dass in Zukunft in diesem gesamten Areal eine 15 Meter hohe Häuserfront direkt am Neckar emporragt, nachdem vorher die Bäume gefällt wurden. Welche Verschandelung, diese Planung! Trotz massivem Widerstand der Bevölkerung!

Vor einem Jahr dann drei runde Tische. Konstruktives Bürgerengagement, auf Fakten basierend. Von Stadt und Gemeinderat zur Farce offenbart, schlichtweg ignoriert. Selbst bis heute keine Transparenz und Fakten bezüglich genauer Kosten, Zuschüsse, Hochwasser, Wohnungsbedarf. Auch keine Abarbeitung der zahlreichen Einsprüche der Bürger. Demgegenüber eine direkte und indirekte Vernetzung zweier Gemeinderatsfraktionen mit dem Investor, für den ein Mega-Auftrag rausspringen würde.

Wie gut vertritt der Nürtinger Gemeinderat die Interessen der Bürgerschaft? Eine in der NZ abgedruckte Planungsalternative von hoch motivierten Studenten wird zudem von dem gerade noch im zweiten Wahlgang und von einer Minderheit wiedergewählten OB als „Stegreifentwurf“ abgekanzelt. Unfassbar!

Wie lange, glaubt man, werden sich die Nürtinger dies noch gefallen lassen? Doch es ist noch nicht zu spät: die finale Entscheidung für die Betonklötze hat der Gemeinderat noch nicht getroffen. Es gibt also noch die Möglichkeit zur Korrektur. Nachbargemeinden zeigen, wie es geht! Erst Stadtentwicklung, dann Bebauung. Sollte eigentlich jeder verstehen.

Leserbriefe

Gambia ist kein sicheres Herkunftsland

Sem Schade, Wendlingen. Zum Leserbrief „Einwanderer aus Afrika und Migrationspaket“ vom 6. Dezember. Herr Hummel hat das Gefühl, angelogen zu werden und ich würde hierfür gerne ein paar Anstöße setzen, da ich mich intensiv mit der politischen Lage in Gambia auseinandergesetzt habe.

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