Leserbriefe

2. Mai: Der Tag der Arbeitslosen

08.05.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ute Dahner, Kirchheim. Der 2. Mai wird in Deutschland hauptsächlich in Berlin als Internationaler Tag der Arbeitslosen begangen. Initiiert wurde der Tag erstmals 2004 durch die Liga für Kampf und Freizeit, hinter der die Literaturgruppe „Die Surfpoeten“ steht. Demonstriert wird vor allem gegen den Zwang zur Lohnarbeit und für ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE). Das BGE würde jedem Menschen die Freiheit, „Nein“ zu sagen, verschaffen und ermöglicht Selbstverwirklichung auch mit Tätigkeiten, die nicht als Erwerbsarbeit entlohnt werden. Dazu sollen die Sozialleistungen gänzlich abgeschafft und durch das bedingungslose Grundeinkommen ersetzt werden.

Gefordert wird nicht die Abschaffung der Arbeit, sondern der Zwang zur Arbeit soll enden. Niemand findet Arbeit schlecht, aber alle sollten sich die Arbeit suchen können, die jeder Einzelne für sich sinnvoll findet und gerne macht. Dazu braucht es das bedingungslose Grundeinkommen.

Demonstriert wird seit elf Jahren gegen Lohnarbeit als Existenzberechtigung und gegen eine Spaltung der Gesellschaft in Arbeitslose und Arbeitssuchende. In Gut und Böse, Reich und Arm. Für eine freiere Welt ohne Existenzängste, in der alle einen Job, der unglücklich macht, einfach hinschmeißen können. In der sich Arbeitgeber darum bemühen müssen, dass die Leute ihre Arbeit gerne machen. Dafür, den Menschen ihre Existenzangst zu nehmen, denn eine Gesellschaft, die in Angst lebt, kann auf Dauer nicht funktionieren. Für eine Gesellschaft, in der Angst und Demütigung längst vergessene Reliquien aus vergangenen Zeiten sind.

Leserbriefe

Die Radwegplanung nochmals überdenken

Jochen Krohmer, Unterensingen. Zum Artikel „Grünes Licht für Unterensinger Radweg“ vom 6. Juli. Vorneweg möchte ich begrüßen, dass unsere Gemeinde und der Kreis den Hochwasserschutz nicht vernachlässigen und nun auch den stark in die Jahre gekommenen Radweg sanieren. Die Vorverlegung an die…

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