Leserbriefe

19 Stadträte haben es den Bürgern gezeigt

10.10.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Klaus-Dieter Tempel, Nürtingen-Neckarhausen. Zum Artikel „Wörth kann zweireihig bebaut werden“ vom 4. Oktober. Das Abstimmungsergebnis zur Wörthbebauung war zu erwarten. 19 Stadträte sind natürlich nicht klüger und vernünftiger als 3000 Bürgerinnen und Bürger, die eine andere Bebauung oder gar keine wünschten, aber sie sind mächtiger. Da Macht und Vernunft selten oder nie eine Einheit bilden und Macht mit Argumenten nicht zu bezwingen ist, musste es so kommen, wie es kam. Da zählen auch 3000 Andersdenkende nichts, auch nicht, dass Stadträte dafür gewählt wurden, sich für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger einzusetzen.

Macht muss demonstriert werden, je mehr Widerspruch sie erfährt, umso mehr können die Mächtigen von ihrer Macht anwenden und zeigen. Unzählige Argumente und Vorschläge für eine mögliche Gestaltung des Wörthgeländes wurden einfach beiseitegeschoben. 19 Stadträte können nun stolz darauf sein, dass sie mit ihrer Macht gezeigt haben, wer das Sagen hat. Dabei hat die Fotomontage in der Nürtinger Zeitung gezeigt, dass die vorgesehene Bebauung hässlicher und schlimmer nicht sein kann. Und wenn Herr Erwerle behauptet, ein Verzicht auf die Bebauung wäre für die Bürger „ein großer Verlust“, dann ist das nach den 3000 Unterschriften und nach Meinung weiterer Bürger, die keine Gelegenheit zum Unterschreiben hatten, eine große Dreistigkeit.

Noch schlimmer und ein Schlag ins Gesicht der Bebauungsgegner ist seine Behauptung, dass die geplante Bebauung „ein Gewinn für die Bürger“ sei. Ja, ein Gewinn höchstens für die, die sich eine Wohnung dort werden leisten können.

„Wer zeigt’s wem?“, so heißt eine Sendung des SWR. Die 19 Stadträte haben es den Nürtinger Bürgerinnen und Bürgern gezeigt!

Leserbriefe

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