Kultur

„Was ist ein Dietrich gegen eine Aktie?“

20.03.2013, Von Heinz Böhler — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Das Landestheater Tübingen gastierte mit Bertolt Brechts „Happy End“ in der Nürtinger Stadthalle

Heilsarmee und Polizei auf Gangsterjagd im Chicago des Jahres 1911 Foto: Pfeiffer

NÜRTINGEN. „Liebe ist doch an Zeit nicht gebunden, Johnny, mach rasch, denn hier geht’s um Sekunden“. Die Songs von „Mandelay“, dem „Bilbao-Mond“ und jenem verruchten „Surabaya-Johnny“ den es immer wieder in die Gewässer des Indischen Ozeans zieht, gaben am Montagabend im Großen Saal der Stadthalle K3N einem langen Theaterabend die rechte Würze. In Zusammenarbeit mit der Schriftstellerin Elisabeth Hauptmann und dem Komponisten Kurt Weill hatte der wohl einflussreichste Dramatiker des 20. Jahrhunderts, Bertolt Brecht, in der Nachfolge seiner „Dreigroschenoper“ das Musical „Happy End“ initiiert und die Liedtexte dazu beigesteuert. In der am Montag in Nürtingen über die Bühne gegangenen Aufführung des Landestheaters Tübingen (LTT) führte Ralph Siebelt Regie. Die Hauptrollen spielten Silvia Pfänder und Patrick Schnicke.

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