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Kultur

Von der Liebe zu Mensch und Welt

24.05.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im Café denk.art ging es um das politische Denken Hannah Arendts

NÜRTINGEN (pm). Wie wohltuend es ist, die Gedanken einer Denkerin nachzuvollziehen, die der Welt und den Menschen überaus zugeneigt ist, konnten am vergangenen Sonntag rund 60 Gäste beim Café denk.art erleben: Die Stuttgarter Philosophin Christine Engel referierte in der Alten Seegrasspinnerei nämlich über die deutsch-jüdische Denkerin Hannah Arendt.

Diese, so hob Engel gleich eingangs hervor, wollte nie als Philosophin bezeichnet werden, weil ihr diejenigen, die in der Tradition als Philosophen genannt wurden – und das waren größtenteils Männer –, zu selbstbezogen und zu weltflüchtig gewesen seien: Sie hätten tendenziell die Menschen im Plural miss- oder gar verachtet, hätten Kontingenzerfahrungen verdrängt, fast immer nur irgendwelche Werke und nicht das (politische) Handeln im Blick gehabt. Geradezu in programmatischer Absetzung zu diesen Kennzeichen hätte, so Engel, Arendt ihr Denken entwickelt: Dieses sei immer der Welt zugewandt gewesen, habe sich für ein gelingendes und gutes Zusammenleben der Menschen interessiert, welches sich für Arendt vor allem im Miteinander-Sprechen und Miteinander-Handeln ausdrücken würde.

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