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Kultur

Vagabundierende Blicke ins All-Einssein

03.05.2016, Von Thomas Oser — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Nürtingerin Johanna Mückain hat zwei neue Gedichtbände veröffentlicht

Johanna Mückain

NÜRTINGEN. „Zugvogel mit gestutzten Flügeln“ – so ist der neue Gedichtband der 83-jährigen Nürtinger Lyrikerin Johanna Mückain überschrieben, der in diesem Frühjahr in der Wiener Privat-Edition „Der Brunnen“ erschienen ist.

Der Titel ist Programm, denn Mückain weiß um ihre Gebundenheit an die Erde, zugleich zieht ihr dichterischer Geist sie aber in die Ferne, die manchmal ganz nah sein kann.

In dem Gedicht „Glück“ beschreibt sie diese Situation treffend: Das lyrische Ich geht hier „erdverwoben“ auf einem Gratweg entlang, doch „der blick ein vagabund / befreit sich vom // gratweg und eilt / über hügel und täler // zieht durchs blau / beginnt zu schweben“.

Diesem schwebenden, diesem dichtenden Blick entgeht nichts – auch nicht die unscheinbare Dinge: weder ein über eine Wiese gewobenes Spinnennetz „bestickt mit nebelperlen“ noch „in der luft ein glockenton“.


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