Kultur

Über Naturliebe und prometheischen Furor

17.07.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im Café „denk-art“ wurden Ernst Bloch und die Allianztechnik thematisiert

NÜRTINGEN (os). „Das ist doch alternativlos“ – diesen Ausspruch hört man in letzter Zeit oft – allzu oft, meinte Michael Weingarten am vergangenen Sonntag beim siebten Café „denk-art“ zum Philosophen Ernst Bloch, bekannt unter anderem durch sein „Prinzip Hoffnung“, anlässlich dessen 130. Geburtstages. Damit hatte der Professor aus Stuttgart den philosophischen Gewährsmann im Gepäck, für den es immer einen offenen Möglichkeitsraum gab.

Denn für Ernst Bloch, so führte Weingarten aus, seien wir Menschen noch unfertige Wesen, die in eine prinzipiell offene Zukunft blickten und diese auch weitgehend frei gestalten könnten. Die Möglichkeiten, die in uns angelegt seien, seien keine fixen, vorgegebenen Muster, sondern vielmehr offene Spielräume.

Zum speziellen Thema dieses Vormittags – Blochs Konzeption einer Allianztechnik – gelangte Weingarten, als er auf den Naturbegriff des Denkers der konkreten Utopie zu sprechen kam: Dieser habe ab Mitte der 1920er-Jahre die Natur in seine Philosophie einbezogen. Im Unterschied zu damals vorherrschenden mechanistischen Theorien habe Bloch diese als etwas Lebendiges und Wirkendes begriffen und damit an die Lehren Goethes und Schellings angeknüpft.

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