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Kultur

Über abstrakte Malerei

06.06.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

NT-OBERENSINGEN (pm). In der Sammlung Domnick, Oberensinger Höhe 4, findet am Samstag, 9. Juni, um 17.30 Uhr eine Einführung in die abstrakte Malerei statt. Im Mittelpunkt der Sonderführung stehen die Fragen: Wofür stand 1945, unmittelbar nach dem Krieg, die abstrakte Malerei? Warum wurde sie so erfolgreich? Was bewegte die Nachkriegsgesellschaft? Warum haben Greta und Ottomar Domnick diese abstrakten Bilder gesammelt? Drei Maler – Willi Baumeister, Fritz Winter und Hans Hartung – bilden die Säulen der Sammlung. Die Nationalsozialisten haben deren Bilder als „entartet“ gebrandmarkt und aus den Museen entfernt. Sie haben ihnen die Lehraufträge entzogen, das Malen verboten und sie in die innere Emigration getrieben oder ins Exil gezwungen. Trotzdem haben diese Künstler im Verborgenen und unter schwierigsten Verhältnissen weitergemalt, ohne zu wissen, ob ihre Bilder jemals gezeigt werden können. Nach dem Krieg gehörten Baumeister, Winter und Hartung zu den erfolgreichsten Künstlern der Abstraktion. Ihre Biografien und ihre Beziehungen zu dem Ehepaar Domnick werden in der Sonderführung besprochen. Dabei werden ein paar Bilder in diesem Kontext interpretiert. Im Anschluss an die Führung wird der Film „Willi Baumeister“, den Ottomar und Greta Domnick 1954 gedreht haben, gezeigt. Reservierung unter Telefon (0 70 22) 5 14 14 oder per E-Mail unter stiftung@domnick.de.

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