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Kultur

Stattlers "Schreibtische"

14.10.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

NÜRTINGEN (pm). Der Wiener Künstler Herbert Stattler stellt im Kunstverein Nürtingen von Freitag, 17. Oktober, bis 9. November erstmals seine Serie „Schreibtische“ aus den Jahren 2004 bis 2006 aus. Die umfangreiche und konzeptionelle Serie umfasst Bleistiftzeichnungen, monochrome Papiermodelle, Latexabgüsse der Modelle und großformatige S/W-Fotografien. Sie hat die Schreibtischoberfläche zum Thema. Eine Schreibtischoberfläche bildet die Arbeitsweisen der an ihr sitzenden Menschen ab. Die Serie verfolgt die Arbeitsspuren eines Komponisten, eines Schulkindes, eines Baumagnaten oder einer Wissenschaftlerin. Gezeichnet, gebaut und abgebildet hat Stattler die Anhäufungen und ausgebreiteten Materialien, den überfüllten und den geordnet leeren Tisch. Der Betrachter erkennt Physiognomien der täglichen Verrichtungen. Jede Oberfläche wurde in vier Schritten aufgenommen. Minutiös nachgebaute Miniaturen der Schreibtischwelt werden umgeformt und in schwarz-weiße Strukturen übersetzt. Zwischen Zeichnung, Modell, Latexabguss und Fotografie entsteht ein dichtes Gefüge von erkennbaren Dingen wie Bleistiften, Papieren, CD-Hüllen und Computern, aber auch deren Verfremdungen, die die vertraute Landschaft der Papierarbeit nach und nach von uns abrücken. Anlässlich der Ausstellung erscheint ein Katalog mit einem Textbeitrag von Mechthild Fend. Zur Eröffnung am Donnerstag, 16. Oktober, 19.30 Uhr, sprechen der Stuttgarter Künstler Harry Walter und die Kunsthistorikerin Mechthild Fend aus London.


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