Kultur

Kleinkrieg gescheiterter Persönlichkeiten

09.12.2010, Von Heinz Böhler — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ellen und Holger Schwiers begeisterten in der Neckartenzlinger Melchiorhalle mit Coburns „Gin Rommé“

NECKARTENZLINGEN. Eine unverdient mäßige Publikumsresonanz fand am Dienstagabend die Inszenierung des Stückes „Gin Rommé“ von Donald L. Coburn in der Melchior-Festhalle. Zum Saison-Höhepunkt der Großen Reihe des örtlichen Kulturrings brillierten die Geschwister Ellen und Holger Schwiers unter der Leitung von Katerina Jacob und Jan Aust in den Rollen der Fonsia Dorsey und Weller Martins, beide Bewohner eines amerikanischen Altersheimes.

„Man muss nichts haben, um für Bentley qualifiziert zu sein. Vergreisung genügt.“ Weller Martin lebt seit einem Herzinfarkt im Altersheim, wo er sich stur der „fürsorglichen Belagerung“ durch das Pflegepersonal verweigert und sich vom Rest der Bewohner Bentleys, die er für das bloße Inventar eines „Warenlagers für geistig und seelisch Tote“ hält, absondert. Seine Leidenschaft für das Kartenspiel Gin Rommé führt ihn mit Fonsia Dorsey zusammen, die wie er unter der Einsamkeit leidet.

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