Kultur

Klangkunst mit brachialer Grazie zelebriert

02.03.2005, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Das Nürtinger Kammerorchester führte Beethovens 5. Klavierkonzert und Tschaikowskys 5. Sinfonie auf

NÜRTINGEN. Zwei wahrhaft große, oft und gerne gespielte Werke hatte das Nürtinger Kammerorchester vorgestern auf sein Programm gesetzt: Beethovens 5. Klavierkonzert in Es-Dur, bei dem Hideyo Harada solistisch dominierte, sodann Tschaikowskys 5. Sinfonie e-Moll op. 64, bei der die Ausführenden unter Walter Schuster nuancenreiche Klanggewalt demonstrierten.

Obgleich fast acht Jahrzehnte die Kompositionen trennen, sind sie durch ein Moment vereint, nämlich das schicksalhafte, kämpferische, heroische, das schlussendlich in hoffnungsfroh verklärte Stimmung überführt wird.

Bedenkt man die Umstände, unter denen Beethoven sein populärstes Klavierkonzert erschaffen hat, kann man nur über dessen optimistischen Grundton staunen. Im Mai 1809 musste er während der Beschießung Wiens durch napoleonische Truppen zu seinem Bruder fliehen und dort in einem Kellerraum Unterschlupf finden.

Wie sehr ihn diese bedrohliche, missliche Situation beeindruckt haben musste, ist einem Brief an seinen Verleger zu entnehmen: „Nichts als Trommeln, Kanonen, Menschenelend in aller Art!“

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