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Kultur

Installation im Raum

10.06.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

NÜRTINGEN (pm). Vom 11. Juni bis 9. Juli ist im Kulturverein Provisorium eine Installation mit dem Titel „Die Anwesenheit der Dinge ist imaginär“ für den Schauraum, seine sechs Steckdosen, mit Projektionen und je einem Interpreten zu sehen. Die Künstlerin Stef Stagel (geboren 1968, lebt und arbeitet in Kirchheim) zeigt in ihrer ortsspezifischen Installation einen leeren Raum, der gleichzeitig bis unter die Decke gefüllt ist. Dies geschieht jedoch nicht materiell, sondern durch Lichtbilder, die von einer Anzahl von Overheadprojektoren, die verteilt auf dem Boden des Schauraums stehen, auf Wände und Decke des Raums geworfen werden. Die Anzahl der Overheadprojektoren entspricht dabei der im Raum vorhanden Zahl der Steckdosen. Die zu sehenden Formen, farblich reduziert auf Grautöne, zeigen sich zunächst rätselhaft. Umrisse von Dingen zeichnen sich ab und werden dennoch nicht fassbar. Die Interpretation, um was es sich handelt, bleibt dem Betrachter und seiner Imagination überlassen. Wer allerdings genau hinsieht, kann die Quelle dieser „imaginären Dinge“ auf den Glasscheiben der Projektoren als ganz gewöhnliche Verpackungsreste, tiefgezogene transparente Kunststoffhüllen, ausmachen, die durchleuchtet werden. Während die Dinge, die sie beinhaltet haben, wahrscheinlich längst selbst nicht mehr existieren, zeigt sich deren reduziertes Bild als Schatten im Kunstraum.

Eröffnung ist am Donnerstag, 11. Juni, um 21 Uhr. Die Ausstellung ist dienstags und donnerstags von 21 bis 23 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung unter (0 70 22) 20 80 90 geöffnet.

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