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„Immer versehrter und immer heiler“

23.11.2011, Von Helmuth Kern — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

In der Nürtinger Stadtkirche wurde die Kantate „Martinus“ von Michael ulo uraufgeführt

NÜRTINGEN. „Immer versehrter und immer heiler“ – diese Zeilen aus dem Gedicht „Bitte“, einem Gebet um Gnade von Hilde Domin, im zweiten Teil der Uraufführung der Kantate „Martinus“ (2011) gesungen, kennzeichnen ein überaus einprägsames Kirchenkonzert in der Stadtkirche am letzten Sonntag des Kirchenjahres. Es gelang den Bezirkskantoren Angelika Rau-ulo und Michael ulo, mit zwei Bachkantaten als Rahmen für „Martinus“ ein Gesamtkunstwerk zu schaffen, in dessen Zentrum die Botschaft christlichen Glaubens vom Heilen und von dem alle Schmerzen Heilenden stand.

Einem Vorspiel gleich erklang Bachs kunstvoll komponierte Kantate BVW 70 „Wachet, betet“, geschrieben zum 21. November 1723. Thema ist das schreckvolle Vergehen der Welt am Jüngsten Tag und das Wissen der gläubigen Seele um das gnädige Erbarmen Jesu, des Christus. Unter dem sensiblen Dirigat von Angelika Rau-ulo führten die Nürtinger Kantorei, die Solisten Vincent Frisch (Knabensopran), Diana Schmid (Mezzosopran), Daniel Jenz (Tenor), Patrick Pobeschin (Bariton) und die camerata laurentiana das Werk auf. Es war eine Interpretation, die der Textbedeutung in ihrer musikalischen Gestalt nachspürt und die von hoher Empathie geprägt war.


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