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Ich will, also bin ich

23.02.2011, Von Andreas Warausch — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ein klassischer Höllentrip: Die Württembergische Landesbühne Esslingen zeigte in der Stadthalle K3N Goethes „Faust I“

NÜRTINGEN. Pudels Kerne. Arme Toren, so klug als wie zuvor. Gretchenfragen. Zwei Seelen in der Brust. Wenigstens findet sich bei ihm jeder in einem imaginären Zitatenkabinett wieder. Doch steht er darüber beinahe hartnäckig im wiederum manchmal gar nicht so sehr imaginären Bücherschrank des Bildungsbürgertums. Goethes „Faust“ eben. Unüberschaubar ist der Pool an Ideen, die sich da auf Papier und Bühnen manifestieren. Gewaltig ist die Kraft der Sprache. Wenigstens. Ganz ohne pathetisch verbrämte Überhöhung. Dennoch oder gerade deshalb bleibt der „Faust“ ein schwer verdaulicher Brocken.

Literarisch weniger Beschlagene haben aber keinen Grund, sich angesichts des sich reimenden Wort-, Ideen- und Bidungstsunamis einsam zu fühlen. Dem olympischsten der deutschen Dichter geriet die Geschichte eben zum lebenslangen Ventil überbordender Wissens- und Dichterlust. Wir müssen damit leben. Dürfen damit leben.


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