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„Für Getränke und Molotow-Cocktails ist gesorgt“

16.11.2011, Von Anna-Madeleine Metzger — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Alexej Boris gastierte mit seinem Programm „Schwarz-Rot-Koscher“ im voll besetzten Theater im Schlosskeller – Immer lustiges Spiel mit den Klischees

NÜRTINGEN. Bushido und Schiller, Goethe und Sarrazin, Integration und Antisemitismus, Eheprobleme und rituelle Reinheit: Es gibt wohl kaum ein Thema, das Alexej Boris, Kabarettist und Schauspieler, nicht behandelt. Mal bissig, mal leichtfüßig, aber immer mit einer feinen Beobachtungsgabe und viel Kreativität nimmt er all das auf die Schippe, was ihn ausmacht. Der Deutsch-Russe spielt mit Vorurteilen und führt uns dabei immer wieder vor Augen, wie sehr wir doch an ihnen hängen.

„Wenn ich nachts in der Bahn auf eine Horde randalierender Neonazis stoße, sage ich: Kameraden, setzen! Und sie hören auf mich, weil ich zu ihnen gehöre.“ Zugegeben, das kann man dem breit gebauten Glatzkopf glauben. „Wenn ich auf eine Horde randalierender Russen treffe, sage ich das Gleiche auf Russisch, und sie hören auf mich, weil ich zu ihnen gehöre.“ Klar. „Nur in meiner Familie . . . “, zögert Boris. „Da hört keiner auf mich, weil ich zu ihnen gehöre!“ So ist das mit den Identitäten, mit dem, was die Leute über einen denken und dem, was man wirklich ist.


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