Kultur

Fragile Objekte voll emotionaler Wucht im Lenninger Schlössle

17.09.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

11. März 2011: Dieses Datum hat sich bei Izumi Yanagiya eingebrannt. Es ist der Tag des verheerenden Seebebens vor der japanischen Ostküste, das 18 000 Menschen das Leben gekostet und im Kernkraftwerk in Okuma zum nuklearen GAU geführt hat. Die japanische Künstlerin hat die Katastrophe in einem beeindruckenden, höchst emotionalen Werkzyklus verarbeitet, der nun bis zum 1. Oktober im Museum für Papier- und Buchkunst im Lenninger Schlössle zu sehen ist. Die Arbeiten spiegeln das breite künstlerische Spektrum der Künstlerin wider, das von klassischem japanischem Tanz und Schauspiel über Kalligrafie bis hin zu textilen Elementen reicht. Mal fügen sich unzählige blaue Sticknähte auf Papier zu tosenden Wellenbergen, dann wieder zaubert die Künstlerin mit Tusche feinste Federn und Strukturen zu einem fast schon traditionell anmutenden Motiv eines Vogels. Immer wieder durchbricht sie das kleinteilige und das Zweidimensionale, lässt sie die Objekte Struktur annehmen. Besonders wirkungsvoll gelingt das der Künstlerin, die in Reutlingen lebt und arbeitet, bei der Lichtinstallation im Obergeschoss, deren Objekte um einen Papierkimono zu schweben scheinen. Die Ausstellung „11.03.11 – Erinnerungen an Fukushima“ von Izumi Yanagiya ist noch bis zum 1. Oktober in den Räumen der Bücherei im Lenninger Schlössle zu sehen. Die Lichtinstallation der Künstlerin im Obergeschoss bleibt bis zum 26. Februar. Weitere Informationen unter www.lenningen.de. zog/Bild: Mohn

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