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Extraordinäre Vorstellung

31.07.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Extraordinäre Vorstellung

Gitarrenfestspiele: Frank Bungarten brach in der Kreuzkirche eine Lanze für die neue Musik

NÜRTINGEN. „Warum in die Ferne schweifen?“ Sprichwörtlich stellte Festspiel-Mitarbeiter Steffen Brunner anlässlich der Ankündigung eines der „arriviertesten deutschen Gitarristen“ eine rhetorische Frage, die sich am Dienstagabend in der Kreuzkirche von selbst beantwortete. Mit einem außergewöhnlichen Programm und einer ebenso extraordinären Vorstellung bestätigte der vor 50 Jahren in Köln geborene Frank Bungarten die vielversprechende Ankündigung.

Schon die eröffnende viersätzige C-Dur-Sonate von Johann Sebastian Bach hob sich ein wenig ab von den in diesem Jahr offenbar besonders beliebten Präludien und der oft gespielten Chaconne des Leipziger Barock-Altmeisters, entsprach sie doch weniger dem Hang, einem Durchschnittsgeschmack zu begegnen, als vielmehr der vitalen Verfassung eines Interpreten, der auch am schwül-heißen Dienstagabend die Wege von und zur Bühne noch im weit ausgreifenden Laufschritt bewältigte. Frank Bungarten hatte kein Problem, mit seiner frappierenden Tonbildung dem diesmal ausgesprochen zahlreichen Publikum in der Kreuzkirche auch bis in die hinterste Reihe noch jeden der selbstbewusst gesetzten Bach’schen Töne wiederzugeben.


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