Kultur

Die Urhorde macht keine Gefangenen

19.01.2011, Von Heinz Böhler — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Das Tourneetheater Landgraf zeigte in Nürtingen Yasmina Rezas „Der Gott des Gemetzels“

NÜRTINGEN. Dünn ist die Eisschicht, auf der sich die Zivilisation bewegt. Ziemlich dünn. Das machte am Montag die Inszenierung des Tourneetheaters Landgraf von Yasmina Rezas Stück „Der Gott des Gemetzels“ unter der Leitung von Bernd Mottl in der Theaterreihe des Nürtinger Kulturamts deutlich. Im großen Saal der Nürtinger Stadthalle K3N spielten (oder: führten) Krieg Anna Stiebich, Jacqueline Macauley, Adnan Maral und Hans-Werner Meyer vor einem fast vollen Haus.

Es scheint zunächst kein Problem zu sein, die Folgen einer Schulhof-Prügelei von zwei Elfjährigen aus der Welt zu schaffen. Die Eltern treffen sich in der leicht snobistisch angehauchten Atmosphäre eines Wohnzimmers der – über den Daumen – „gehobenen“ Mittelschicht. „Vernünftig regeln“ wolle man die Sache, bis ein „falsches Wort“ die Diskussion in jene Richtung lenkt, die, wie ein Beteiligter später äußern wird, immer noch alles Tun und Lassen der Menschen lenkt: Krieg, Kampf, Gemetzel, hemmungsloser Egoismus.

Sie möchten den gesamten Artikel lesen ?

Sie sehen 19%
des Artikels.

Es fehlen 81%
Als Abonnent der Nürtinger Zeitung/Wendlinger Zeitung haben Sie automatisch Zugriff auf alle Artikel. Alle anderen benötigen einen gültigen kostenpflichtigen Zugangspass.
Melden Sie sich rechts oben auf der Seite bei Mein Konto entweder mit Ihrer AboCard-Nr. oder Ihren ntz.de-Zugangsdaten an.

Nur 3 Schritte für Neu-Kunden:
• Zugangspass wählen und auf "Auswählen" klicken
• E-Mail-Adresse und Passwort für neues Konto eingeben
• Bezahlen per PayPal
Tagespass
24 Std. für nur 1.20 €
Infos
Wochenpass
7 Tage für
nur 7.20 €
Infos
Monatspass
30 Tage für nur 25.00 €
Infos
Ich bin Abonnent oder ntz.de-Kunde und möchte mich einloggen.

Kultur