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Kultur

Die essbare Krone des Herrn Rodes

29.07.2010, Von Bernd-Wilfried Kießler — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im Naturtheater Hayingen spielen sie dieses Jahr eine bunte Posse mit biblischem Hintergrund

HAYINGEN. Das diesjährige Stück des Naturtheaters „D’r Älblerkönig ond sei Schatz“ spielt scheinbar vor mehr als zweitausend Jahren. Denn Pilatus streicht durch die Szene, um das Volk zu zählen, und obwohl ihm ein römischer Legionär mit Laptop beisteht, kommt er immer wieder aus dem Takt, weil ihn die Bühnenereignisse ablenken. Wir befinden uns am Hofe des Königs Herodes, der aber merkwürdigerweise einem Krautbauern aus dem Lautertal gleicht und eigentlich Herr Rodes heißt.

Der Stoff ist biblisch, die ursprüngliche Vorlage „Die schwäbischen heiligen drei Könige“ hat einst Carl Borromäus Weitzmann (1767 bis 1828) aus Munderkingen als dramatisierte Posse verfasst. Martin Schleker hat den notleidenden Dichter mit seinen zwölf Kindern der Vergessenheit entrissen und das Stück bearbeitet, Regisseur Peter Höfermayer hat es nun ein weiteres Mal aktualisiert.


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