Kultur

Demütigende Schamlosigkeit

04.06.2005, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Theater im Zentralsaal: „Das Mündel will Vormund sein“

NÜRTINGEN. Macht und Unterdrückung, Revolution und Reaktion zeigte am Mittwochabend im Zentralsaal die Esslinger Theatergruppe Einsatz 4 in der Interpretation des österreichischen Dramatikers Peter Handke. Silke Abel und Almut Sack machten in „Das Mündel will Vormund sein“ ohne Worte anschaulich, wie die hierarchischen Grundfunktionen auf allen Ebenen der menschlichen Gesellschaft ablaufen.

Peter Handkes 1969 uraufgeführtes Stück beginnt mit dem ersten Biss an der Frucht vom Baume der Erkenntnis und endet mit einer Guillotinierung. Dazwischen (und danach?) liegen Unterdrückung und, zu wechselnden Zeiten, Unterwürfigkeit oder Aufmüpfigkeit.

Zwei weiß maskierte Gestalten, in ursprünglicher Gleichheit gezeichnet, unterscheiden sich zunächst durch Applikationen, Auftreten und Körpersprache. Jene mit Hut dominiert, die andere kuscht, wo nötig, will es recht machen, trauert, wenn die Macht sich abwendet, sucht aber andererseits es ihr gleichzutun, wo sie nicht hinsieht, sucht nach Möglichkeiten und Mitteln der Emanzipation.

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