Kultur

Aufstand der Eltern im Klassenzimmer

27.04.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Das Tourneetheater Landgraf gastierte am Montagabend mit der Komödie „Frau Müller muss weg“ in der Stadthalle K3N

Von links: Jessica Höfel (Gerit Kling), Iris Boss (Katja Grabowski), Patrick Jeskow (Thomas Martin), Lehrerin Sabine Müller (Claudia Rieschel), Wolf Heider (Wolfgang Seidenberg) und Marina Jeskow (Katrin Filzen) haben ordentlich Zoff im Klassenzimmer. Foto: Holzwarth

NÜRTINGEN (jh). „Frau Müller muss weg“ befanden die Eltern beim Elternsprechtag. Dass die Klassenlehrerin Frau Müller nicht geeignet ist, ihre Kinder zu unterrichten, ist für Jessica Höfel, Wolf Heider, Katja Grabowski sowie Marina und Patrick Jeskow völlig klar. Sie sind sich deshalb einig: Die Müller wird abgesägt.

Am Ende des Stücks stellt sich heraus, dass Sabine Müller eine hervorragende Lehrerin ist, die die Plagen voll im Griff hat. In Gesprächen mit der Pädagogin und untereinander stellt sich schnell heraus, dass nicht die Kinder, sondern die Eltern das Problem sind.

Die Eltern wollen ihre Kinder unbedingt im Gymnasium sehen, denn die Abschlussnoten in der vierten Klasse stehen an. Dass ausgerechnet das eigene Kind (als notorischer Schulschwänzer oder Klassenkasper) nicht unbedingt für das Gymnasium geeignet ist, fällt schwer zu glauben.

Aus der Feder von Lutz Hübner stammt die Komödie, die das Tourneetheater Landgraf am Montagabend in der Nürtinger Stadthalle K3N aufführte. Nicht nur Gerit Kling und Claudia Rieschel, auch alle anderen Akteure auf der Bühne lieferten dabei eine herausragende Leistung ab.

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