Blaulicht

Warnung vor Cash-Trapping

08.07.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Durch Manipulation von Geldautomaten Bankkunden betrogen

(lp) Mit der bekannten Masche „Cash-Trapping“ versuchen Kriminelle derzeit wieder an Geld zu kommen, das arglose Kunden an Geldautomaten der Geldinstitute abheben wollen. So wurden zwischen dem 31. Mai und 30. Juni mehrere Fälle bekannt, bei denen die Täter an Bankautomaten unter anderem in Grafenberg die Geldautomaten manipuliert hatten. In einem Fall in der Reutlinger Kaiserstraße konnte ein Schaden vermieden werden, weil der aufmerksame Abhebende, ein 63-jähriger Mann, am Ausgabeschacht die Blende bemerkt hatte, abriss und das dort festgeklebte Geld an sich nahm. In den anderen Fällen wurden die Blenden nicht bemerkt, sodass die Täter über 2000 Euro erbeuten konnten.

Wie gehen die Täter vor? Beim sogenannte Cash-Trapping wird über den Geldausgabeschacht eine täuschend echt aussehende Blende aus Aluminium geklebt, der eigentliche Ausgabeschacht des Geldautomaten ist somit nicht mehr sichtbar. Die aufgesetzte Blende ist am hinteren Teil mit einem Klebeband versehen, das verhindert, dass das Geld ausgegeben oder wieder vom Automaten eingezogen wird. Die Scheine bleiben an dieser aufgebrachten Blende kleben. Der Geldautomat funktioniert bis dahin einwandfrei, der Kunde kommt jedoch nicht an sein Geld. Stattdessen erscheint nach einer Weile der Hinweis auf eine Störung. Die meisten Kunden verlassen daraufhin die Bank und gehen zu einem anderen Automaten. Dies ist der Augenblick, wo der Dieb in Aktion tritt. Er entfernt die Blende und nimmt die dort festgeklebten Geldscheine an sich. Nach bisherigen Erkenntnissen tritt das Cash-Trapping zurzeit verstärkt im gesamten süddeutschen Raum auf.

Die Polizei rät, bevor eine Karte in den Geldautomat gesteckt wird, zu überprüfen, ob am Ausgabeschacht Änderungen vorgenommen wurden und im Zweifelsfall sofort einen Bankmitarbeiter zu verständigen. In jedem Fall sollte man beim Geldautomaten bleiben und sich nicht von einem scheinbar hilfsbereiten Fremden vom Automaten weglocken lassen. Notfalls kann man einen anderen Kunden bitten, einen Bankmitarbeiter zu holen, oder bei Automaten außerhalb von Banken per Handy bei der Bank anrufen.

Gerade auch außerhalb der Öffnungszeiten von Banken und Kreditinstituten sollte man gegebenenfalls die Polizei anrufen. Und da regelmäßig mindestens zwei oder drei Täter aktiv sind und den Abhebevorgang beobachten und das festgeklebte Bargeld abnehmen, sollte man auf verdächtige Personen oder Fahrzeuge bei den Geldautomaten achten. Bereits abgenommene Blenden sollten unverzüglich der Polizei übergeben werden.

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