Blaulicht

Trojanerangriff auf Arztpraxis

23.07.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

ESSLINGEN (lp). Das Polizeipräsidium Reutlingen warnt aus aktuellem Anlass vor erpresserischem Verschlüsselungstrojanern, die den Zugriff auf den Rechner versperren und vom Nutzer ein Lösegeld fordern, meist über ein anonymisiertes Bezahlverfahren. In den vergangenen Tagen gingen mehrere Anzeigen und Meldungen von Bürgern und Firmen bei der Polizei ein. Durch solche Hackerangriffe wurden einzelne Dateien auf deren Computern mit wirren Zeichen verschlüsselt. Einem solchen Hackerangriff fiel auch im vergangenen Monat eine Arztpraxis in Esslingen zum Opfer, die dadurch für mehrere Stunden lahmgelegt war. Ein Unbekannter hatte auf dem Server der Praxis einen Windows-Verschlüsselungstrojaner installiert. Beim Öffnen von Word- und Exceldateien wurden diese mit Zeichen verschlüsselt. Bei der Sichtung der Dateiordner wurde auch eine Datei gefunden, die ein Erpresserschreiben mit Links zu entsprechenden Forderungen enthielt: Sollten die Forderungen nicht erfüllt werden, würden die komplette EDV-Struktur und auch die Daten der Praxis zerstört. In diesem Fall wurde der Link nicht geöffnet und auch nichts bezahlt. Trotzdem entstand beim Cyberangriff durch Datenverlust ein Schaden von rund 20 000 Euro, denn am Netzwerk der Praxis und verschiedener Zweigstellen hingen rund 70 Computer, die allesamt infiziert und lahmgelegt waren. IT-Spezialisten konnten die Dateien teilweise erst mit großem Aufwand wiederherstellen. Zwei Serverfestplatten waren durch das Schadprogramm komplett zerstört worden.

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Blaulicht

Streit in Flüchtlingsunterkunft

NÜRTINGEN (lp). In einer Flüchtlingsunterkunft in der Kanalstraße wurde am Dienstagabend, wie die Polizei mitteilt, ein 21-jähriger Tunesier von drei gambischen Staatsangehörigen zusammengeschlagen.

Der Tunesier befand sich angeblich alleine in seinem Bett, als die drei alkoholisierten…

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